Sonntag, 17. Dezember 2017

Meine eigenen Advents-Farbstreifen




erster Nachtfrost
der Chor der bunten Farben
wechselt die Tonart 

Christoph Blumentrath




Dieses Haiku war in meinen Gedanken, als ich mich auf die Suche nach meinem eigenen Farbklang gemacht habe.
Ich war durchaus bereit, durch Experimentieren mein eigenes Farb-Spektrum zu erweitern.
Normalerweise arbeite ich gerne in Acryl und greife dann instinktiv zu gelb, grün, magenta, türkis oder hellen blau-türkis-Tönen.
Experimentieren. Was anders machen als sonst.

Also kein Acryl. Besser Aquarell. Gut zum Suchen und Finden.



Ich hatte schon einige Farb-Favoriten im Kopf und für's Leuchten auch die Zuckerkreide eingeweicht.




Es ist nicht immer leicht machbar, das aufs Papier zu bringen, was man im Kopf hat.
Ich habe Aquarellpapier von Hahnenmühle verwendet, 310 g/m2 und geschaut, wie es sich entwickelt.
Das Aquarell-Ergebnis erschien mir zu blass und ich habe die Farbfelder mit dem gezielten Einsatz von Pastellkreiden zum Leuchten gebracht und mit einem dunklen Violett abgegrenzt.
Zuckerkreiden hätten auf dem zu hellen Untergrund nicht viel Sinn gemacht.




Jeden Tag nach der Arbeit habe ich die nach dem Aquarellieren zugeschnittenen 27 Einzelkarten Stück für Stück weiterbearbeitet. Und hatte Mühe, mich mit meiner Gestaltung zu identifizieren, die aber  schon intuitiv war. Nur halt anders, als ich es gewohnt bin. Aushalten ist auch eine Übung.



Mit Fixativ versiegeln.  Und Abschicken.




Jetzt, wo ich so meine Fotos für den Post durchschaue, sehe ich auch die vom kleinen Weihnachtsmarkt im Maxipark in Hamm . Vielleicht haben die ja was mit meinen Farben zu tun...




Der Elefant, das Hammer "Wappentier". Mit dem Fahrstuhl kann man im Rüssel zu einer Kunstausstellung und manchmal auch zu Kaffee und Kuchen hinauffahren.




Ich wünsche Euch einen schönen 3.Advent!









Samstag, 16. Dezember 2017

Adventspost

Da sind sie endlich, meine bisher eingegangenen Adventspostkarten aus der diesjährigen Advents-Mail-Art" von Michaela und Tabea.  Es ist so gar nicht meine Art, diese schönen, individuellen Werke zum Thema "Farbstreifen - finde dein eigenes Lieblingsfarbspektrum - experimentiere mit Farben, finde neue Möglichkeiten ..." ungezeigt zu lassen, aber der Alltag ließ mir eher keine Möglichkeit. Nun sind'se ja da:




Nr. 1 kam von Stefanie (binimgarten) und glänzte mit Goldnaht und aufgeklebten Farbstreifen unterschiedlichen Materials. Sehr schön.




Die Nr.2 kam von Stefanie  (steffisartblog), leuchtendschöne Farbstreifen, feine Linien - einfach schön!



Die Nr.3 hat Tanja (neuesvomschloss) mit ihren Lieblingsfarben Rot und Gold gestaltet. Mir gefällt sie!




Die 4 kam von Simone (Hallerstadtperle), geklebte Streifen mit Adventsschriftzug in Goldgelb und vornehmen Weinrot.




Nr. 5 collagierte mit zarten Papieren Tanja (thetexturesoflive/instagram), mal was ganz anderes, gefällt mir auch sehr gut!




Die Nr. 6 kam mit etwas Verspätung, aber dafür mit voller Farb- und Streifenpower. Von Laura (papierkraniche).




Die Nr. 7 kam überpünktlich von Susanne (nahtlust) und glänzte mit goldenen und rot-magenta leuchtenden Streifen und Nähten. Sehr schön!




Lucia aus der Weihnachtsstern-Hauptstadt (hier hängen einige der schönen Herrnhuter Sterne) von schreibtischwelten hat diese schöne Sternenkarte gestaltet. Nr. 8




Die Nr. 9  gestaltete Sylvia (lusyl-kreativseite) in leuchtenden Farben, die beim Bügeln eigentlich verschmelzen sollten. Taten sie nicht. So isses manchmal. Macht nix.




Die Nr. 10 erreichte mich aus der Schweiz, von Christina (ohne Blog).  Sie verwendete selbstgemachte Stempel, um die schönen blauen und grünen Streifen aufs Papier zu zaubern.


Diese schöne Karte, die Nr. 11 hat mir auch auf Anhieb gefallen - wie ein zartes Eismärchen. Bei Mareike (rundherumblog) kann man nachlesen, wie sie für die Herstellung sogar Rasierschaum ins Spiel brachte. Ideen muss man haben. 


Die Nr. 12 hat Michaela (muellerinart) gezaubert. Wunderschön. Es lohnt sich nachzulesen, wie sie entstanden ist.




Die 13 hat mir Eva geschickt (evaisbusy), die aufgeklebten Streifen hat sie in verschiedenen Techniken bemalt, bedruckt und dann  zu diesem stimmigen , wunderschönen Bild zusammengesetzt.


Für die Nr. 14 zeichnet Ulrike (ulkau) verantwortlich, sehr schöne Grün- und Blautöne, Gelli-Print auf Wellpappe. Ich finde es sehr gelungen.



Über diese Karte habe ich mich besonders gefreut, es ist die Nr.7 aus der 2.Gruppe. Eine Bonuskarte von meiner Freundin Alexandra. Guache, Acryl, Ölpastell. Glänzt zart und leuchtet wunderbar.


Ich möchte allen Teilnehmerinnen aus Gruppe 1 sehr herzlich danken für die Freude, die ich jeden Tag an den schönen Karten habe. Egal, ob sie punktgenau landen oder nicht. Jede hat sich Gedanken gemacht, ihren persönlichen Farbklang in welcher Technik auch immer zu gestalten. In Handarbeit.
Das Thema ist gleich und jede setzt es unterschiedlich um, das ist sehr spannend.

Über die 15, meine eigene Karte, berichte ich morgen.

Einen schönen 3.Advent wünsche ich Euch!





Samstag, 9. Dezember 2017

12tel Blick im November 2017



Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen.  Mein vorletzter Rundgang an meinem 12tel Blick war am vorletzten Mittwoch, 29.11.17.  Ich bin spät dran, was das Dokumentieren betrifft.




Ich war echt überrascht über das tolle Wetter, was meinen Blick auch  gar nicht so grau erschienen ließ, wie die letzten verregneten Tage vermuten lassen mussten.
Einen Tag später war alles dick verschneit und jetzt ist Frau Holle auch schon wieder dabei, ihre  Betten ausschütteln.




Enten können lesen und halten sich an dieses Schild:




















Von diesem Punkt, am hinteren Ende desTeiches, sieht es schon eher wie Ende November aus.




Das Laub im Wassertretbecken wandelt sich langsam . Vergeht.




Um das Tümpelkrokodil  wird es wieder luftiger, es liegt fast ungeschützt, wenn da mal ein Drache geflogen kommt, kann ich für nichts garantieren.




Auf diesen monatlichen Spaziergängen hier treffe ich ganz wenig Menschen, höchstens welche mit Hund. Ältere Ehepaare, die einen flotten Schritt drauf haben. Ich bin eher langsam, da ich beobachten will, was sich hier in 4 Wochen verändert hat und ich will zur Ruhe kommen.




 Ich bin  eine Ente wie diese, die das Alleinsein genießen kann und wirklich auch braucht, aber eben  nicht nur. Gesellschaft mag ich auch.




Dieses Foto erinnert mich an ein Lieblingsbild, das ich vor Jahren während einer Ausbildung einmal  im Kunstmuseum in Hagen gesehen und bewundert habe. Nicht nur das, ich habe es nachempfunden und mich damit sehr beschäftigt...




Ich erinnere mich gerne an diese intensive Zeit mit so vielen interessanten und kreativen Menschen.




Die letzten Wochen waren eher von der Tatsache " wie kriege ich mein Leben hin mit einer blöden Erkältung, die nicht gehen will, die keiner haben will ",  die mit Husten und Kopfschmerzen des Teufels und anderen blöden Nebenwirkungen begleitet war /ist.




Hat es etwa etwas zu bedeuten, dass ich mich bei meinem Sohn angesteckt hatte, der jetzt ausgezogen ist?? Wer weiß...




Diese Farben werden nun nicht gerade mein Farbspektrum bei der Adventspost ausmachen. Obwohl ich sie eigentlich ganz interessant finde, diese Zusammensetzung. Wie mein Beitrag endgültig aussieht, steht am Ende dieses Wochenendes fest.



Ich bin selbst gespannt.
Bis bald also.... einen schönen 2.Advent Euch allen!




Ich versinke wie immer zu Tabeas 12tel Blick-Sammlung.

Sonntag, 29. Oktober 2017

12tel Blick im Oktober 2017



Zwischen dunklen Regen- und Sturmwolken habe ich doch noch etwas blauen Himmel für meinen 12tel Rundgang gefunden.




Der kleine LorbeerBaum am Eingang trägt rote Früchte, ansonsten sehe ich gleich nur noch die typischen Farben des vergehenden Herbstes: gelb, braun und grün.




Huch, was für ein Modder in den Springbrunnenbecken, die nun schon abgestellt sind. Das Laub versinkt im Schlamm.




Alles vergeht, der Lauf der Dinge.
Meistens erzähle ich euch bei diesem Rundgang, was mich zur Zeit beschäftigt.




    Zwei Wochen freie Zeit liegen gerade hinter mir. Urlaub streng genommen.
    Das Wichtigste für mich war, Zeit zu haben. Zeit, um Dinge erledigen zu können, wie Haus,     Garten,  Auto und Mensch "winterfest" zu machen. Liegengebliebenes erledigen zu können.




    Wir fahren in den Herbstferien gerne an die Nordsee. Diesmal passte es leider nicht.
    Der große Sohn zieht aus (Hilfe ist da willkommen), der jüngere Sohn macht Fahrschule (teuer).

 


    In den letzten beiden Wochen tat es mir gut (ich muss beruflich meist sitzen), körperlich zu Hause zu arbeiten, etwas fertigzubekommen, Fenster zu putzen, den Garten umzugraben, neue Pflanzen für den linken Gartenflügel auszuwählen und zu pflanzen. Bevor es kalt wird.




    Das Wetter war fein dazu. Es tat gut, die Pausen auf der Terrasse zu verbringen und die Sonne
    auf dem Gesicht zu spüren.




    Dieser Tage erlebe ich auch gerade,wie es sich anfühlt, wenn das Nest leerer wird.
    Mein ältester Sohn renoviert zusammen mit seiner Freundin die erste gemeinsame Wohnung.




   Die "Jugend von heute". Wahnsinn, was die auf die Reihe kriegen, wie organisiert und fleißig die    
   sind. Es ist gerade mal 14 Tage her, dass sie die Wohnung besichtigt haben.




    Inzwischen ist dort, wo es nötig war, tapeziert, gestrichen,  Möbel wurden ausgesucht, "nach Hause" transportiert und aufgebaut...




    Nun heißt es bald, Abschied zu nehmen. Es wird ruhiger hier, es wird weniger Wäsche geben.
    Er wird uns fehlen. Seinem Bruder und mir.




    Zum Glück ist er nicht weit weg. Das ist was neues in unserer Familie. Ich habe nie Verwandte in
    der Nähe gehabt. Es wäre schön, wenn die Familie diesmal zusammenbleiben könnte, in der Nähe, auf einen Kaffee erreichbar..




    Natürlich freue ich mich für meinen Sohn, dass er selbständig wird und auch darüber, wie er das Ganze anpackt.




    Er schaut nach vorn, freut sich auf das Leben, das vor ihm liegt.




    Ich schaue auch mit ihm mit Freude nach vorn, aber auch etwas wehmütig zurück.
 



    Aber so ist es richtig. Flügge werden und ein eigenes Nest bauen.




    Genau wie diese jungen Graugänse, die ich nun fast ein Jahr beobachtet habe.




    Beim nächsten Besuch hier wird wohl kein Laub mehr auf den Bäumen sein. Die Gänse werden    
    bestimmt immer noch da sein ...




    Auch zu Hause im Garten vergehen die letzten sanften Farben.




    Die Morgen- und Abendhimmel sind wahre Farbenschauspiele.




    ... und die Elefanten schlüpfen in ihr Winterkleid.




Ich wünsche euch eine wunderbare Woche.