Sonntag, 21. August 2016

Schiff ahoi!

Endlich Sommerurlaub.

Nachdem das Mathe-Monster besiegt und die liegengebliebene Arbeit erledigt war, dachten wir uns: mal was anderes sehen, das wäre toll.

Möglichst mit frischer Seeluft, um sich abgelagerte Denk-Schlacken aus dem Hirn pusten zu lassen und aufzuatmen.

Im Kieler Hafen liegen viele Schiffe:




Die Stenaline fährt nach Göteborg/Schweden.




"Mein Schiff 5" legt abends ab ins Baltikum.



Die ColorLine geht nach Oslo/Norwegen.

Ja! Da waren wir noch nie, klingt interessant und luftig.

Die 20 -stündige Überfahrt und weiteres hatten wir von zu Hause aus gebucht. Unter anderem eine  Kabine mit Blick aufs Meer:



Von der Größe her völlig ausreichend, mit Badezimmer und TV inclusive Bordprogramm.
Über dieses kann man u.a. per Navigation nachverfolgen, wo man sich gerade befindet... ob das Land rechts oder links gerade Dänemark, Schweden oder Norwegen ist.

Seht mal, welch grandiosen Ausblick man aus dem Fenster auf Kiel hat:




Möchtet ihr mitkommen?


Punkt 14 Uhr legt die Color Magic ab. Wir machen einen Rundgang durchs Schiff, das im Inneren einem Boulevard gleicht. Es gibt zollfreien Einkauf,  verschiedene Restaurants und Geschäfte.
Dieser erste Eindruck überrascht uns:




    Ein Casino,  eine Showbühne,  Schwimmbad...







    Das Restaurant "Oceanic" mit grandiosem Panoramafenster:







    Himmel und Meer zeigen sich von ihrer Schokoladenseite.




Das Sonnendeck zeigt sich überfüllt. Es gibt aber auch auf anderen Etagen noch Möglichkeiten, das Meer zu genießen, Schiffe und Segler zu gucken.




Ein zufälliger Blick aus dem Fenster (es ist jetzt zu spät, um noch rechtzeitig aufs Deck zu gelangen):




Eine Brücke mitten im Meer. Wie ich später nachlese: es ist die Große Belt Brücke, eine Verbindung zwischen Seeland und Fünen (Dänemark). Praktisch zwei Brücken, die  mittig mit einem Tunnel unter dem Meer verbunden sind.



    Okay, die Fenster könnte man mal wieder putzen... nicht alle haben soviel Glück mit dem Wetter.




    Passt die Fähre durch?



    Ja!



Nicht lang, und die Sonne geht  unter. Ein Sonnenuntergang auf See wie aus dem Bilderbuch.













                Herangezoomt  meint man, am Himmel gäbe es mehr Wellen als auf dem Meer.





Wir haben super geschlafen, das Wasser ist ganz ruhig geblieben und es ist einfach herrlich, wenn man beim Aufwachen Aussicht aufs Meer hat. Auf Norwegen.

Fortsetzung folgt. Schönen Sonntag Euch allen!





Samstag, 28. Mai 2016

Elefantenhaut und Gelassenheit


Meine 12tel Blicke aus dem letzten Jahr lassen mich nicht los. Ich habe die Elefantenblicke richtig lieben gelernt. Wenn ich von den Yoga-Stunden komme, kann ich "ihn" sehen, so im Vorbeifahren.



Manchmal halte ich an, nähere mich ihm vorsichtig. Ich streichele mit den Augen seine wohlriechende Haut und freue mich, wie wandelbar und anpassungsfähig sie ist.




Dann gehe ich weiter, zum nächsten Elefanten, muss durch dieses grün - frische Baumzelt huschen.




                                                 Ah - da ist er.  Der Hüter der Saline .




Durch's kleingeschnittene Geäst des Schwarzdorns rieselt das stark salzighaltige Wasser.




                              Sogar die Enten mögen den salzigen Geruch (vielleicht)...




                      Ach nö, lieber doch nicht. Salzwasser kommt auch in Kochtöpfen vor!!!




Schnell weg!




                 Ein zarter Vorhang aus Blauregen ... wunderschön wie ein Hochzeitsschleier.




                                                              Hat auch was herziges.




Ein Lieblingsort hier im Münsterland: der Hof Schulze-Rötering, ein Paradies für Erdbeere-und Spargelliebhaber und eine wunderbare Atmosphäre für Familienfeiern und andere nette Runden.




                   Am Abend:




                        Oder so, am Abend danach:




Oder auch so, eine Mondperiode vorher:




Wen es interessiert: ich hatte meinen außer Form geratenen Säulenapfelbaum im letzten Herbst zurückverwandelt:




Das Laub sieht wieder wesentlich gesünder aus, er hat geblüht und ich freue mich auf Früchte.

Ansonsten: ich übe mich in Gelassenheit und freue mich, wo es nur geht.
Unter anderem über meinen ältesten Sohn, für den es gar keine Frage ist, der konkreten Anfrage der Deutschen Knochenmarkspender-Datei nachzukommen...


                 Ich wünsche Euch allen ein entspanntes und erholsames Wochenende!







Sonntag, 20. März 2016

Woche # 11 (Zwangs)Fasten schärft die Sinne


Ich bin gerade jeden Moment überrascht.
Über das, was ich wahrnehme, wie gut Stille tut, wie erholsam es ist, (eigene) Ansprüche abzustreifen.

Wie das kam?

Es kam einiges zusammen. Urlaub,  Zeit,  ein abgestürzter Computer, die Erkenntnis, dass ich in vielem was ich tue, zu hohe Ansprüche habe.

Ich höre gerne Radio, dann muss es aber WDR5 sein, ein äußerst interessanter Sender mit vielen Informationen, ich lese Bücher, die auch anspruchsvoll sein sollen oder mir zumindest einen Mehrwert, mich weiterbringen sollten. Das gleiche, wenn ich mal Fernsehen schaue...

Ich interessiere mich für ganz vieles und mein Hirn will Wissen. Manchmal wird das zuviel. Zuviel denken, schließlich will das ja alles verarbeitet werden...

Dazu kommt die Arbeit und das neue Feld der Single-Mama :  wie, hat sich die Düsseldorfer Tabelle geändert? Wieso weiß ich das nicht?
Woher soll ich wissen, dass ein über 18- jähriger Sohn im Haushalt mir meine Alleinerziehenden - Steuerklasse 2 durch eine fehlende Studienbescheinigung "kaputtmachen" kann, obwohl ich noch ein jüngeres Kind im Haushalt habe ??  Und ich werde noch nicht mal informiert darüber, sondern bemerke es nur durch Zufall ?
Gibt es eine App für Alleinerziehende, die mir alle wichtigen Neuerungen mitteilt?

Nicht zu sprechen von all den Fragen während der Trennungs- und Scheidungsphase...

Die Urlaubswoche entlastete das Hirn durch fehlende Arbeitsanforderungen,  fehlende Recherchemöglichkeiten,  Fehlanzeige Mails  (das Notebook war abgestürzt und 2 Wochen außer Betrieb) und durch die bewusste Entscheidung gegen hohe eigene Ansprüche.
Einfach da sein und leben.
 Stille...

Der Lohn waren wesentlich verbesserte Wahrnehmungsmöglichkeiten. Sehen, Hören, Fühlen...

Auf meinem Ausflug gestern zu meinem Lieblingswasserschloß Burg Vischering in Lüdinghausen wurde mir das besonders deutlich.



 Auch da war es still, ich war absichtlich um 9 Uhr schon da und auch nicht am Osterwochenende.




Ich hörte das laute Zwitschern der Vögel, Blässhühner, Silberreiher und Graugänse...
Fast konnte ich meinen, zu verstehen, wie sie sich um Brutplätze zankten...




Ich wollte ein Foto machen und dabei fiel mir auf, wie fein die Zweige, Früchte vom Herbst, und wie schön die Farben waren...






Wie ein Gemälde, was ich noch im Sinn hatte...








Losgeschwommen und angekommen auf der Schilfinsel... Graugänse




    Der Frühling sprießt unübersehbar ....







Und drinnen im Schloß, dessen Hauptburg noch immer restauriert wird,  eine zauberhafte Ausstellung :




Wasserschloss, Märchenbücher, Kinderbücher, wenn das mal nicht toll zusammenpasst.
Hier sind es IllustratorInnen aus Münster, die Ausschnitte aus ihrem Schaffen zeigen.



                                                          Ausstellung im Konzertsaal



Werke von Selda Marlin Soganci : Porträt mit Vögeln und eine Szene aus ihrem neuen, zauberhaften Wimmelbuch  "Eine kleine Welt"







    Cornelia Haas: Brillenfisch



Lenia Friedrich, eine junge Trickfilmerin

Sehr schön und inspirierend, für Leute mit oder ohne Kinder gibt es auch ein tolles Rahmenprogramm, manchmal finden Lesungen, Workshops und Aufführungen statt. Fein.
Dann mal wieder in die frische Luft hinaus und der Nase nach...



Hof der Vorburg mit dem hübschen Café "Reitstall" und dem Duft frischgebackenen Zwiebelbrotes aus dem Backhaus mit dem Holzofen:




Das durfte schon mal mit auf dem Weg nach Hause...

Fein, sich immer wieder die Sache mit der Achtsamkeit bewußt zu machen. "Rein zufällig" strahlte heute 3Sat in  den "Sternstunden der Philosophie" ein Gespräch mit dem Pionier der Achtsamkeit in der westlichen Welt, Jon Kabat-Zinn, aus. Wer es noch sehen möchte, hier entlang bitte.
In dieser Mediathek findet man noch mehr feine Sachen...  ein Gespräch mit Roger Willemsen aus dem letzten Jahr und auch eines mit Irvin Yalom, den ich ebenfalls sehr verehre.

Ich wünsche euch eine feine Woche!