Montag, 5. Dezember 2016

Adventspost - Tag 5



Bevor es anfing, dass der Postbote hier jeden Tag dicke, auf den ersten Blick (und auch auf jeden weiteren) beeindruckende Pappkarten hier abgibt, habe auch ich meine kreativen Kräfte mobilisiert.

Und ich bin froh, dass meine bereits angekommen sind, sonst würde ich unruhige Nächte und bis in die Dunkelheit gefüllte Tage haben (jedenfalls der Teil, der nach der Arbeit noch übrig bleibt) und jeden Tag überlegen, warum die Putzfee wieder nicht da war...

Ich bin absolute Anfängerin im Rapportstempeln und Stempelschnitzen. Ich habe experimentiert, unterwegs viel gelernt und ich habe mich auf Acryl und Gesso festgelegt, wegen Schnee und Regen und weil ich Linol gar nicht besitze.


Zuerst habe ich mal die handwerklichen Fähigkeiten "angelesen" und angeschaut in diesem wunderbaren Buch, das ich schon eine Weile besitze.



Die Gelegenheit genutzt und gutes Material angeschafft. Ich werde ja weiterlernen und probieren.




Manchmal hatte ich selbst ein paar goldene Haare, einmal habe den Untergrund noch einmal bei allen umgestrichen. Es sollte ein lebendiger Himmelshintergrund sein. Der hier gefiel mir, ich hatte ihn wegen der Haptik mit Gesso und Acryl gestrichen. Mit dem gedruckten Muster wirkte alles etwas fad, das Leuchten fehlte mir. Also dunkler. Überstrichen. Die Zeit lief.




Aus der besonderen Perspektive bei Licht fotografiert, sieht es noch ganz schön aus.



So war es dann besser:


24 mal.
Jedes Mal den ViertelStempel mit dem Pinsel mit der Farbe bestrichen, darauf geachtet, dass er in der richtigen Position war, nach jeder Karte den Stempel gereinigt.
Ich habe zuerst probiert, die Farbe mit der Walze aufzubringen, funktionierte leider mit diesem dicken, glitzernden Gold nicht.




Und was besonders süß war, beide Söhne und auch die Kolleginnen fragten jeden Tag, wieviele ich jetzt schon geschafft hätte ...

Ich war sehr motiviert und habe mit Liebe gedruckt und ich hoffe, es gefällt euch.











Sonntag, 4. Dezember 2016

Advents-mail-art 4.Dezember

Ganz zart, ganz fein ist sie geworden.
Angelika vom Blog gedankenklang-magazin hat sie gestaltet. Ich bin sehr gespannt, wie sie das so fein hinbekommen hat. Sie kann es einfach. Mir gefällt die Karte sehr gut und meine eigene morgen wird ein kraftvoller Kontrast sein, weil sie mit ganz anderen Mitteln, die so eine feine, zarte Gestaltung gar nicht zulassen, gearbeitet ist. Ein Glück, dass sie schon bei den meisten angekommen ist.
Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich man so eine Aufgabe "lösen" kann.




Ich bin wirklich sehr froh, diese schöne Gestaltung besitzen zu dürfen.




Auch die Rückseite ist perfekt schön.




Liebe Angelika, ich danke Dir sehr herzlich für dieses wunderbare Adventsgeschenk. Ich hab mich riesig gefreut .

Es gab noch mehr Gründe zum sehr-Freuen.
Von Judika bekam ich eine wunderbare Karte und bei Eva habe ich eine Wundertüte gewonnen, mit dem Bild dieses neugierigen kleinen Mädchens.
Danke, ihr beiden. Meine Seele freut sich und saugt das Glück auf, als Wintervorrat sozusagen.




Ich wünsche Euch allen einen schönen 2.Advent!






Samstag, 3. Dezember 2016

Advents-mail-art : 1,2,3

Es hat angefangen und ich bin jeden Tag ein bisschen sprachloser.

Die Post kommt mehr als pünktlich. Die Zeit verdient eigentlich nicht, an erster Stelle zu stehen, eher die Qualität, aber damit geht es schon mal los.

Vorgegeben ist ein großes Postkartenformat, 125 mal 235 mm, und das Drucken von Rapport-Mustern, möglichst wetterfest.

Gesammelt werden die Blogberichte hier, bei Tabea Heinicker .
Ihr und Michaela Müller verdanken wir dieses großartige Adventserlebnis. Danke!



Hier kommt die  1:




Ein gedruckter Tannenwald in rechteckigen Rapporten von Fine aus Magdeburg. Dankeschön!



Der 2. Dezember kam mit derselben Post schon mit:


Dunkle Sterne auf leuchtendem Grund, von Lisa (strohzugold) aus Münster. Gefällt mir sehr, sehr gut. Auf ihrem Blog kann man nachlesen, wie der Druck entstanden ist. Danke, Lisa!



Der  3. Dezember war auch gestern schon da.


Superschön, von Kristina (amliebstenbunt) aus Hamburg. Goldene Sterne auf Himmel-Untergrund.



Die Pappe, auf der gedruckt wurde, ist sehr stabil.
Vielen Dank, Kristina!

Heute kamen schon zwei weitere an, von Angelika und Elke. Die darf ich aber erst später zeigen, aber sie sind beide soo schön...

Ich werde wirklich von Tag zu Tg sprachloser und bin froh, dass ich an meinen nichts mehr ändern kann. Sie sind nämlich weg.

Morgen geht es weiter....





Montag, 14. November 2016

Adventspost 2016

In der letzten Zeit habe ich mir selten Zeit für kreatives Schaffen genommen, eher für kreatives Leben...
Ich bin also ausgehungert und freue mich wie verrückt auf die Adventspost.
Hier liegen bereits das passende Papier, Stempelgummi, Schnitzwerkzeug, Farben.




Das Thema, Rapport-Stempeln auf Postkarten, erschien mir als machbar.
Ich hoffe natürlich auch, dass es mir gelingt.
Ich habe schon länger ein Faible für Zementfliesen:



Vielleicht zieht mich das Thema deshalb an. Außerdem freue ich mich auf den schönsten Adventskalender der Welt !
Mit einigen aus unserer Gruppe habe ich bereits (auch mehrfach) schöne mail-Art-Post ausgetauscht, auf andere bin ich neugierig. Vorfreude auf den Advent.

Danke,  Michaela und Tabea!




Montag, 7. November 2016

Oslo # 5 von Wikinger-Schiffen, der Ra 2 und vom Kon-Tiki-Floß


Draußen wird es gerade ungemütlich. Ich finde es schön, mir dann meine Fotobücher vom Sommer anzuschauen ... das hier ist von Oslo.



Im Stadthafen Oslos, am Oslofjord,  gibt es ein paar Schiffsanlegestellen für Fjord-Rundfahrten und Fähren, auch zur Halbinsel Bygdoy. Diese ist Standort vieler interessanter Museen, die sich vor allem mit dem Entdeckertum der furchtlosen Wikinger auf dem Seeweg beschäftigen, aber auch die Sommerresidenz des Königshauses und der königliche Bauernhof mit den königlichen Kühen und Hühnern sind dort beheimatet. Ebenso ein Volksmuseum.



    Kleine Fähren im Stadthafen



    Festung Akershus am Oslo-Fjord




Das Astrup Fearnley Museum, eine große, moderne und zeitgenössische Kunstsammlung, mit         eigener Badestelle.




      Die Museen der Halbinsel Bygdoy: FRAM im Vordergrund.




           Wir steigen aus und machen uns zuerst auf den Fußweg in Richtung Wikingermuseum.




Die Wikingerschiffe im Wikingerschiff-Museum stammen aus dem 9. Jahrhundert.
Es sind die ältesten und am besten erhaltenen  Wikingerschiffe der Welt.
Gefunden wurden sie in Häuptlingsgräbern.
Sie dienten als Grabbeigaben, für die letzte Reise ins Totenreich.




Dieses hier sieht ganz schön zerfleddert aus, da hat der Zahn der Zeit ganz schön genagt.




Ausgestellt sind auch andere Grabbeigaben,wie dieser geschnitzte Wagen, der anmutet, als sei er einem russischen Märchen entsprungen.







Nach einem kurzen Spaziergang über die Halbinsel erreichen wir das Kon-Tiki Museum und können das Floß und das Papyrusboot Raa 2  des berühmten norwegischen Abenteurers Thor Heyerdahl endlich im Original in Augenschein nehmen. Gelesen hatte ich in meiner Kindheit schon eine Menge darüber...




Die Originale sind noch vorhanden und wurden lediglich restauriert.
Mit diesem Balsaholz-Floß segelte Heyerdahl 1947 von Peru aus über den Pazifik. Er wollte damit nachweisen, daß Polynesien von Südamerika aus vor der Zeit der Inka besiedelt wurde, z.B. durch bestimmte Meeresströmungen. Dazu baute er sich dieses authentische Floß aus dem leichten Balsaholz.




Das Floß war mit allem Lebensnotwendigem ausgestattet. Es gab Wasservorräte, Kochgelegenheiten, wie man sieht auch eine Schreibmaschine, um möglichst die ganze Expedition genau zu dokumentieren.




Das Balsafloß war entgegen aller pessimistischen Annahmen bis zum Ziel schwimmfähig. Lediglich die Hütte klappte beim Aufprall am Ziel zusammen.




    Besonders interessant: Die Unterwasserwelt unterm Floß.







    Fundstücke bei Ausgrabungen, Gegend umTucume, Peru




 Die Raa 2, ein Papyrusboot, das Heyerdahl von Anden-Indianern vom Titicaca-See bauen ließ, brach 1970 aus Marokko mit Ziel Barbados auf. Die Reise dauerte etwa 2 Monate. Unterwegs dokumentierte die Mannschaft im Auftrag der UNO durch regelmäßige Proben den Grad der Meeresverschmutzung, was eine Resolution der UNO zur Folge hatte.




Ganz schön mutig und umweltbewußt, die Norweger.






Sonntag, 23. Oktober 2016

Ich bin wieder da


Wangerooge zählt zu den schönsten Erinnerungen unserer Familie.
Seit unser jüngerer Sohn 2 Jahre alt war, sind wir hierher gekommen. In die Ferienwohnung einer sehr netten und zugewandten Familie, die ihren Gästen ein gemütliches Zuhause auf Zeit bietet.



Inzwischen bin ich nicht mehr verheiratet und der älteste Sohn hatte Klausuren zu schreiben.
Also nur zu zweit. Funktioniert das auf so familiär aufgeladenen Gebiet?

Wir waren zum Anfang beide traurig und erkannten das auch an. Schon bald richteten wir uns entsprechend ein und wir verreisen ja nicht zum ersten Mal zu zweit, mein jüngster Sohn und ich.
Das funktioniert gut. Diesmal war es von Anfang an erholsam, weil wir uns ja auskannten, wie in einem zweiten Zuhause.

Ankunftspunkt im Westen der Insel. Diesmal sind wir ungeplant erst bei Sonnenuntergang angekommen (siehe hier :herbsthimmel-uber-der-nordsee.)
 Die Sicht war auf der Hinfahrt so klar, dass einige auch auf der Fähre anwesenden Insulaner meinten, es noch nie so erlebt zu haben, dass man alle ostfriesischen Inseln sehen könne.

Wir sind immer sehr gespannt, welche Kleinigkeit sich im Inneren der Wohnung geändert hat und nach 4 Jahren "leider-nicht-hiergewesen" sind wir natürlich auch sehr neugierig, ob unsere geliebten Fixpunkte auf der Insel noch da sind und was es an Neuigkeiten gibt.

Mit dem Meer als allerersten Fixpunkt kann man nichts verkehrt machen, da liegt es, recht ruhig:







Ein anderer Punkt ist der Leuchtturm, der immer erklettert werden will und die herrliche Sicht belohnt dafür. Ausblick in Richtung Jugendherberge über die Salzwiesen mit ihren teilweise noch vorhandenen, wassergefüllten Einschlagskratern vom Ende des 2. Weltkrieges.




Blick Richtung Ort mit dem Café Pudding ganz oben in der Mitte. Wenn man um den "Pudding" (ein Café und Restaurant) herumgeht, dann duftet es nach frischen Crêpes
und es gibt immer noch das Zimt- und auch das Pflaumeneis! Diesen Duft kann ich wahrnehmen, auch von zu Hause aus, beim Drandenken.




Im Inneren des Leuchtturmes, in dem auch gern geheiratet wird.




Am nächsten Tag war es schon recht stürmisch. Ich finde, das gehört zu einem richtigen Herbst dazu.
Es gibt halt Ebbe, Flut, Sonne, Regen, Sturm, gute und schlechte Zeiten.








Ein Grund für`s Wiederkommen war auch der Wunsch des Sohnes, einmal wieder Geburtstag hier zu feiern.




Mit Geburtstagswetter und Wunschprogramm. Dünenspaziergang mit Erklettern der Aussichtsdüne, von der man einen 360 Grad Horizontblick hat. Essen im Lieblingsrestaurant...











Abstieg zum Strand, Möwen begrüssen...




Am Donnerstag war Abbaden. Neptun meinte, es reicht für dieses Jahr und die Menschen sollen  Seesterne, Krabben und Fische nun in Ruhe lassen. Mir war es zu kalt.
120 Menschen dachten anders und stürzten sich in die Fluten. Es sieht nicht so aus, wie die Zuschauer es fühlten, sondern fröhlich, voller Lebensfreude. Fein.




Nach und nach holten sich die mutigen, nassen und gut durchbluteten Menschen ihre Urkunde ab und stärkten sich mit Gebäck und Tee. Rum stand auch zur Verfügung....




Das reichlich vorhandene Publikum applaudierte.




Ich mochte am allerliebsten die Morgen am Meer. Kaffee zum Wachwerden, duftende Seelen kaufen (so heißen die Brötchen beim Lieblingsbäcker) und dann am Meer entlang laufen, die salzige Luft einatmen, Ruhe, sich den ganzen überflüssigen Gedankenmüll aus dem Hirn pusten lassen, sich den Geräuschen des Meeres hingeben, einfach nur "sein".
Dabei kann man prima runterfahren und ist gerüstet für einen erholsamen Tag.







      Seelen zum Milchkaffee. Ich liebe sie und da es ein wenig symbolhaft ist, liegen ein paar parat in meiner Vorratstruhe, vorübergehend eingefroren. Hat sich bewährt.




Das Meer gibt, das Meer nimmt. Deshalb gibt es immer wieder große Sandtransporte vom Osten in den Westen der Insel. Mein Lieblingsstrandaufgang im Westen der Insel war deshalb und weil die Deiche zur Wattseite hin befestigt wurden, gesperrt. Ein Stück weiter westlich wird die Insel sehr schmal, es ist nicht weit von den Salzwiesen am Watt bis zum offenen Meer.




Blick von der westlichen Aussichtsdüne in Richtung Strand




Einmal umdrehen und ein paar Schritte zurück: das Watt.




Lieblingsbeschäftigungen zwischendurch:




... und natürlich das "Kino mitten im Meer" , ein kleines Inselkino, das neben Kinder- und anderen angesagten Filmen auch Programm-Kino zeigt. Wir schauten den schönen und traurigen Film "The light between oceans", spielte passend auf einer einsamen Insel mit Leuchtturmwärter.




So ging die schöne Woche langsam zu Ende. Am letzten Morgen gehe ich wie immer an den Strand, heute mal noch anders, die Sonne versucht, durch den Nebel zu scheinen. Ganz anders schönes Strandbild.








Als wir mit der Inselbahn am Hafen ankamen, hat die Sonne den Nebel besiegt und ein herrlicher Tag beginnt. Die Überfahrt erleben wir an Deck.




Am Tag danach bleibt diese Fähre leider im Schlick stecken und die Menschen müssen lange warten,
bis sie wieder an Land kommen. Was hatten wir für ein Glück.




Und überhaupt, an vertrauten Orten, die man schon lange liebt, spürt man auf einmal den Unterschied, wie man sich beim letzten Mal in Ahnung des Ehe-Endes gefühlt hat, wie belastet und nach Fluchten suchend man war und wie frei und glücklich das Gefühl jetzt ist...  ich bin wieder da.






Verlinkt zu Denise Wochenglück und zum Samstagsplausch bei Karminrot