Mittwoch, 1. März 2017

12tel Blick im Februar 2017 und ein Hauch vom Frühling


Mein 12tel Blick ist diesmal eher ein 12tel-Ort, ein Teich in einem Naherholungsgebiet im Münsterland.
Es kristallisieren sich bereits spezielle Blicke heraus, aber ich brauche noch Zeit, um mich festzulegen.
Vorerst genieße ich die nun wieder häufigeren Spaziergänge um den Teich und zeige Euch, was sich verändert. Ich hätte es nicht gedacht, aber es war ein wirklicher Sprung in den nahenden Frühling.
Das Eis ist weg, die Farben beginnen zu leuchten. Glücklicherweise kam zwischen den Regenschauern auch gerade einmal die Sonne hinter den Wolken hervor.




Bin mal gespannt, ob die Becken vorm Fluten gestrichen werden. Die Farbe finde ich klasse.




    Der Teich wirkt viel wacher, lebendiger.




Die Enten und Graugänse haben genügend Platz zum Schwimmen und Sonnen .































    Ja, jetzt glaub' ich's, der Frühling kommt wirklich.
    Eine schöne Restwoche Euch noch!





Sonntag, 29. Januar 2017

Auf der Suche nach einem neuen 12tel Blick





Letztes Jahr fiel mir kein gescheiter Ort für den 12tel Blick ein.
Nun war es mal wieder richtig kalt, man warnt vorm Betreten des Eises auf dem Langst-Teich, also      nix wie hin, schließlich haben wir das sehr selten, dass er zugefroren ist.
Ich kann mich erinnern, dass wir einmal mit dem Kinderwagen dort waren, da durfte man sogar Schlittschuhlaufen. Lang ist es her...




Die "Langst" ist hier ein Naherholungsgebiet. Mit See, Springbrunnen, Restaurant, großem Spielplatz, Liegewiese, Grillplätzen, Kneipp-Becken. Ein Waldgebiet schließt sich an.




    Ein Ründchen ringsum...




Die hintere Ecke ist eisfrei, die Wasservögel freut's.





    Enten und Graugänse haben hier das Sagen.




    Auf 3! stürzen wir uns in die Fluten!




    Geh weg da, das ist unser Revier!




    Friert man da nicht fest? Ich könnte mir was besseres vorstellen.




    Bewegung wärmt.







   Blick zurück auf das Restaurant.




Nach den grauen, halbverdunkelten Tagen endlich einmal wieder ab und an blauer Himmel und eine Ahnung von Sonnenauf- und -untergängen.




Der Teich ist vereist, aber es wäre dennoch zu gefährlich, ihn zu betreten. Nur die Schatten der Bäume, ein paar Stöckchen der Spaziergänger-Hunde und die Strahlen der untergehenden Sonne kann das Eis aushalten.




    Rotkehlchen, gut genährt und recht zutraulich.







Rechts vom Weg noch ein kleinerer Nebenteich mit interessanten, von der Natur geformten Skulpturen abgebrochener Bäume.




Die Wasserbecken an der Front des Teiches sind natürlich leer, die Farbe blättert ab ...




Im Sommer gibt das schöne Wasserspiele.




Mal schauen, welchen Ausblick ich zu meinem 12tel-Blick auswählen werde.




Im letzten Post (über den Winter) habe ich über die winterliche Vergangenheit in meiner alten Heimat geschrieben. Dieser Tage kam mir ein Foto ins Haus, das unser Schloß zeigt, an dessen Hang wir gewohnt haben (etwas unterhalb der linken Nebengebäude). Hier auf diesem Foto haben wir Aussicht zum Fichtelberg und zum Keilberg. Märchenhaft, oder?




Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.






Dienstag, 10. Januar 2017

Winter

       Astrid (Le monde de Kitchi) schrieb über den Winter.

Das hat Erinnerungen in mir ausgelöst, an glückliche Kindheitszeiten.

Die Winter meiner Kindheit waren weiß und kalt, verlässlich. Meist schneite es Ende Oktober zum ersten Mal, Schnee war im Winter der Normalfall. Mal mehr, mal weniger. Meist mehr und 10 bis 15 Grad minus nach Silvester waren keine Seltenheit.


                                                                                  Ende der 60er Jahre im Garten

Der Ort meiner Kindheit liegt 516 m hoch am Rand des Erzgebirges. Schlittenfahren, Skilanglauf,
Abfahrtslauf, Schlittschuhlauf - ganz normal im Winter. Auch im Kindergarten und im Sportunterricht.



Die Straßen waren noch nicht gesalzen und taugten als Langlaufstrecke, ebenso die vielen Felder der Umgebung. Mütter gingen zu Fuß, die Kinder saßen im Schlitten mit Rückenlehne oder liefen auf Skiern nebenher.
Im Kindergarten, der genau gegenüber einem Skihang mit Lift lag, wagte man sich mit den größeren Kindern und Schlitten auf den Skihang.



In meinem Leichtsinn und voller Freude rodelte ich allein und so schnell wie der Wind. Konnte kaum mehr bremsen und kam dem Liftseil fast zu nahe... Die Erzieherin bekam leider den Schreck ihres Lebens... und meine Mutter mochte gar nicht glauben, was ich in ihrer Abwesenheit angestellt hatte. Meiner zukünftigen Freude am Schnee tat das Erlebnis keinen Abbruch.



Diesen schönen Überblick über das ganze Schneevergnügen gab es damals noch nicht. Die Abfahrtswiese (Mitte, dicke Pfeile) war später nicht so mein Ding, aber die Schlittenbahn.
Eine Naturrodelbahn (ganz rechts), die durch den Wald über einen vereisten Bach, oder alternativ vorbei an der alten Skisprungschanze, in den nächsten Ort hinunter führte, fast 2 km!
Ich hatte einen hölzernen Rennschlitten, mit einem gelb-roten Rautenkissen, der mich im Liegen ins Tal brachte. Zusammen mit Freundinnen und Geschwistern bin ich immer wieder ins Tal gerauscht.
Bis die Hosenbeine vom Schnee und Eis weiß gefroren waren, die Wangen rot leuchteten.
Praktisch war die Drahtseilbahn, die uns vom Tal mitsamt den Schlitten wieder hoch an den Start brachte ( gepunktete Linie auf dem Plan):


Unterwegs sahen wir an den Futterkrippen Rehe, für die wir im Herbst Eicheln und Kastanien gesammelt hatten. Und die Hosenbeine tauten auf.
Inzwischen sind die Fahrpreise so immens gestiegen, dass es sicher nicht mehr möglich ist, dass es ein Alltagsspass für Kinder ist.

                                                                                                                     so ähnlich sah es aus  Quelle


Eine andere feine Sache war eine Eisbahn im Wald. Normalerweise war sie ein Kurplatz mit einer Bühne (siehe Foto unten heute). Sie war während der Winterferien präpariert und wir sind fast 2 Wochen lang von morgens bis abends dort kostenlos Schlittschuh gelaufen ... war das schön.


Außerhalb dieser Ferien-Zeit stand uns mit mehr Aufwand am Sonntag die Eissporthalle in Chemnitz zur Verfügung, wo sonst Katarina Witt trainierte und montags abends die mit Flutlicht beleuchtete Eisschnelllaufbahn, auf der auch schon mal Weltmeisterschaften stattfanden... 

Auf Eis ist es wie im Wasser, alles ist leichter. 

10.000 m laufen mit der entsprechenden Musik war drin.

Gleitschuhe besaßen fast alle Schüler, damit war der Weg vom Schloß, wo die "Schulspeisung" untergebracht war, oder nach Hause gesichert. Schnee und Eis wurden richtig genutzt, gehörten praktisch zum Winterleben ohne Frage einfach dazu.
Ich staune selbst beim Schreiben, wie vielseitig die Bewegung an der frischen Luft damals war.
Ich glaube, ich war im Winter öfter draußen als im Sommer.


Dann zog ich kurz nach der Wende zum späteren Vater meiner Kinder ins Münsterland.

Schnee gibt es hier nur höchst selten,  grau und  naß ist es im Winter eher. Am Anfang hat mir das gefehlt hier, wie vieles andere auch. Dann gewöhnt man sich dran und weiß die Vorteile des gemäßigten Klimas zu schätzen.... und andere Vorteile natürlich auch.



Und doch begleitete mich die weiße Pracht weiter. In der Nacht vor der Geburt meines ersten Sohnes schneite es in dicken Flocken. Am Tag, als der jüngere Sohn sich ankündigte, war der Garten auch dick verschneit. Auf diesem Foto war der "Kleine" knapp 1,5 Jahre alt und führt eine Familientradition fort: Fährt seinen Teddy im Puppenschlitten meiner Mutter spazieren.

Ihr Onkel Arno hat ihn Anfang 1940 in Dresden selbst für seine Nichte gebaut.




Ich verlinke diesen Beitrag zu Astrid' s Winter-Sammlung und bedanke mich bei ihr für das Wecken schöner Erinnerungen!











Samstag, 31. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016


Januar

                                                                                                           Quelle:Pinterest

Das Jahr beginnt mit dem offiziellen Ende einer langen Verbindung. 
Überfällig, dennoch schmerzhaft. Es gibt eben keine Garantie auf Verwirklichung unserer Vorstellungen, Träume, Wünsche.  Was hilft: Trauer zulassen, Gefühle wahrnehmen, nicht anhaften daran, weiterziehen lassen. Und: Ich habe die Geschichte dieser Beziehung als Paarlauf-Geschichte aufgeschrieben, zwei Einzelläufer, die zum Paar wurden und was daraus wird, wenn einer nicht mehr in dieselbe Richtung schaut und läuft, wenn einer den anderen nicht mehr sieht ... 


                                                                         Februar


Ich arbeite fleißig am Jahreskurs von Carla Sonheim, es macht großen Spaß und es gibt viele Inspirationen und immer wieder neue, überraschende Techniken zu lernen.





Im Februar spielte auch endlich mal wieder Hermann von Veen hier in der Nähe. Inzwischen 71 Jahre alt... Titel der neuen Tournee ist "Fallen oder Springen" (abwarten oder selbst handeln?), die Wahl hat jeder... und ich mache wieder Sachen, allein, die wir früher mal gemeinsam gemacht haben.




                                                                     März/April

Im März habe ich mich mal wieder verstärkt auf mein Thema Achtsamkeit besonnen, erst ungewollt, dann bewußt.
Nachlesen kann man das hier, unter dem Motto Zwangsfasten schärft die Sinne.




                                Burg Vischering bei Lüdinghausen (meine Lieblingswasserburg)




                                                                          Mai/Juni

Ich übe mich in Gelassenheit, jetzt wo ich schon mal achtsamer bin, sehe ich deutlicher, was ich selbst brauche, um gesund zu bleiben oder zu werden.
Nun ist es ja nicht leicht, neben einer Arbeit mit Kunden im öffentlichen Dienst mit 25 km Arbeitsweg, als Alleinerziehende, Hausarbeit, Garten, Wäsche, Kochen, Einkaufen noch Zeit für regelmäßiges Training aufzubringen. Zudem ziehen noch dunkle Wolken am Mathehimmel des Sohnes auf...
Sehen, wie es mir geht, fühlen, was ich brauche und dann Entscheidungen treffen.
Mein geliebter Geigenunterricht legt eine längere Pause ein, denn auch längeres Stehen bereit mir zur Zeit Probleme. Wie ich diesen Unterricht liebe (ich habe erst vor ein paar Jahren angefangen, Geige zu lernen), merke ich in den letzten Unterrichtsstunden. Es tut weh, Abschied zu nehmen, aber es ist ja nur eine lange Pause.
Auch der Zeichenkurs bei Carla Sonheim liegt seitdem leider auf Eis, weil das lange Sitzen mich auch an Bewegung hindert. Kann ich ja später mal machen.
Dafür gehe ich regelmäßig zum Yoga und zum Sport.


                                          Endlich blüht meine kleine Seerose mal wieder!


                                                                   Juli/August

Nachdem das Mathemonster meines Sohnes mit größeren Manövern vorerst besiegt war, standen die Weichen auf Ferien.
Der ältere Sohn macht sein eigenes Ding und seine Klausur- bzw. Semesterferienzeiten sind leider absolut inkompatibel mit den Ferien des Jüngeren.
Wir nutzen unsere neue Freiheit und machen einen langgehegten Wunsch wahr : Oslo. Über den Tellerrand sozusagen. Den Großen zieht es samt Freundin nach Süden.
                     



Oper im Oslofjord. Die Pünktchen sind Menschen, die auf dem Marmorgebäude, was einem Eisberg nachempfunden ist, herumklettern. Und dann herunterschauen:

                           
               

Die Stadt setzt wie viele Städte, die am Wasser liegen, auf ein modernes Hafenviertel, das für die per Schiff ankommenden Gäste einladend sein soll, rechts das alte Rathaus.



Ich habe einige Berichte über die Reise geschrieben. Gern könnt ihr die nachlesen, wenn ihr das Stichwort (unter Labels) Oslo anklickt.
Kurz gesagt, es war toll. Eine schöne, kleinere, sehr sympathische Hauptstadt, mit Kunst, Kultur, Wasser, Geschichte... Wikingern und Abenteurern wie Thor Heyerdahl. Das Ganze verbunden mit einer Seereise. Was will man mehr? Das Reisen mit dem Sohn ist inzwischen gut eingespielt. Wir sind beide kompromissbereit.


                                Im Astrup Fearnley Museum im Hafenviertel


                            Rückfahrt. Das war bestimmt nicht der letzte Besuch in Norwegen.


                                                                  August/September

Arbeit und Schule haben uns längst wieder. Wir haben eine Nachhilfelehrerin, die uns förmlich zugelaufen ist. Sie liebt und kann Mathe, menschlich hat sie leider zu viele und zu stark ausgeprägte menschliche Facetten. Wir können das tolerieren, wenn sie sich nur auf Mathe konzentrieren würde, das schafft sie nicht. Immer wieder interessant, wie Menschen so sein können. Experiment zu Ende.
Zu anstrengend und zu zeitintensiv auf Dauer, die Frau.
Der Sohn fährt mit der Schule nach München und Dachau, ich nutze die Gelegenheit, auch auszufliegen. Mit der besten Freundin nach Amsterdam, Geburtstag feiern...



                                             Ob bei Tag oder Nacht - immer eine Reise wert.


Amsterdam sehe ich diesmal zum ersten Mal nachts, war ja erst zweimal dort. Mitte September haben wir abends um 23 Uhr noch fast 30 Grad. Das hatte schon was...
Am Tag schauen wir uns eine "Versteckkirche" auf einem Dachboden an, aus der Zeit, als der Katholizismus hier verboten war. Nachzulesen gerne hier.

Um Wintervorrat an guten Gefühlen zu schaffen, freue ich mich über die Einladung einer sehr lieben Freundin aus Wilhelmshaven und besuche sie. Wir wollen das außergewöhnlich warme Septemberwetter noch am Meer genießen...


                                Südstrand Wilhelmshaven


Das Wochenende ist entspannend. Es ist einfach nur schön, solche Menschen unter seinen FreundInnen zu wissen, die so unkonventionell, reflektiert und gelassen sind wie sie.


                                                              Oktober

Im Oktober wird der Sohn 17. Der Jüngere. Er wünscht sich, nochmal dorthin zu fahren, wo wir oft als Familie seine Geburtstage in den Herbstferien gefeiert haben, auf die Insel Wangerooge.





Das war schon eine Aufgabe, die anfangs nicht leicht zu erledigen war. Auch da hieß es, anfängliche Traurigkeit akzeptieren. Nachher war es so schön wie immer, oder auch anders schön.
Für ihn ist die Sache ja noch eine andere als für mich.
Ich habe jedenfalls vor Ort gemerkt, in welch anderem GefühlsZustand ich mich nun befinde, wie befreit und selbstbestimmt ich bin.
Auf Wangerooge hat die Kurverwaltung - wie auch immer- meinen Blogpost dazu aus dem Netz gefischt und auf Facebook verlinkt. Man habe ihn unbedingt teilen wollen. Bei mir öffentlichkeitsscheuem Reh stieg der Blutdruck ob immenser Leserzahlen, ich hatte es ja nur durch Zufall bemerkt. Wertschätzung ist schön.




                                                            November/Dezember

Der November war eher so ein Instandhaltungsmonat. An Körper, Haus und Garten.
Und im Dezember stand hier ganz klar die Advents-mail-art im Vordergrund. Obwohl diverse Viren versucht haben, mich lahmzulegen.

Das Jahr war privat ein gutes für mich....  nun freue ich mich auf das Neue! Und das Neujahrskonzert aus Wien.

                                            Ich wünsche auch Euch ein fantastisches 2017!