Es ist, wie es ist.
Ich kann immer noch nicht wieder meinen Blick fotografieren. Er liegt in der Nähe meines Arbeitsortes und da darf ich noch nicht hin.
Geduld ist hier angesagt.
Es fühlt sich vollkommen ungewohnt an, so lange krank zu sein.
Die gute Nachricht: es wird langsam besser, die Medikamente wirken, wenn mir auch deren Nebenwirkungen zu schaffen machen und es viel Disziplin braucht, notwendige Verhaltensregeln z.B. bei körperlicher Belastung und beim Essen, einzuhalten.
Die Motivation ist mir bis jetzt nicht verloren gegangen.
Stattdessen denke ich dieser Tage, an denen man 75 Jahre D-Day feiert, an unseren Besuch im letzten Jahr in der Normandie zurück.
Die Strände, an denen die Alliierten am 06.06.1944 anlandeten, um Europa von der Hitlerdiktatur zu befreien. Die Fotos der Strände sehen so rein und unschuldig aus. Vor 75 Jahren waren sie blutgetränkt.
Wenn man sich die Gedenkfeiern dieser Tage anschaut und die letzten überlebenden Veteranen sieht (alle schon wie die englische Königin über 90 Jahre alt - eine zähe Generation, wie sie sagt) und ihre Geschichten hört, dann packt einen das Grauen.
Allein 20.000 meist ganz junge Menschen starben am ersten Tag der Operation, dem sogenannten "längsten Tag".
Die wenigsten von ihnen wußten, was da auf sie zukommen wird.
Und die Veteranen, die heute in diesem Denkmal hier saßen, werden mit ihren traumatischen Erfahrungen zu kämpfen haben, die heute sicher wieder hochkommen.
Vielleicht regt sich was im Gewissen der Engländer, Amerikaner, Franzosen, Deutschen.
Wie weit dieses Zusammenhalten und gemeinsame Agieren bringen kann, wie stark es gemacht hat damals.
Ich persönlich habe vor dieser Reise nicht viel gewußt von diesem Tag, der das Kriegsende 1945 einleitete und ich kann angesichts des Besuchs einiger dieser Strände viel besser nachempfinden, was diese tapferen Menschen für unsere Zukunft auf sich genommen haben.
Und ich würde da gern mal länger hin - ich habe Meerweh.
Ich verlinke zu Eva Fuchs, die wie immer die Blicke aller sammelt.
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Donnerstag, 6. Juni 2019
Immer noch kein 12tel Blick im Mai 2019
Samstag, 19. August 2017
Meersehnsucht
Die Meersehnsucht ist wieder da.
Ein Kollege nach dem anderen verabschiedet sich. "Ich bin dann mal auf dieser oder jener Insel!"
Meine Instagrammer zeigen wunderschöne Fotos von Sehnsuchtsorten.
Und so wächst von Tag zu Tag das Bedürfnis, am Meer zu sein.
Nicht unerheblich trägt dazu bei, daß ich Sehnsucht habe, nach Ruhe, nach einem Wind, der mir all die Belastungen der letzten Monate aus dem Kopf pustet, der mich erfrischt, ich habe Sehnsucht nach Weite, nach Leichtigkeit, nach dem Rauschen des Meeres.
Was habe ich schon versucht? Hohes Gras für die Terrasse gekauft ( Strandhafer-Illussion),
meine Wangerooge-Meeresrauschen-CD angehört, Terminkalender gecheckt.
Das einzige, was mir ein wenig geholfen hat, war, mich mit Meeressand zu beschäftigen.
Ich habe eine Sammlung von Strand-Sand und einigen anderen interessanten Sandproben. Die allerwenigsten Strände, von denen dieser Sand stammt, habe ich selbst betreten. Das ist nicht weiter schlimm, für mich zählt auch, dass ich jeden Sand mit jemandem verbinden kann, der ihn für mich mitgebracht hat.
Ich habe ihn aufbewahrt in Gläschen, Flaschen oder Tütchen.
Ich dachte mir, es sei Zeit, ihn mal schön zu "archivieren". Ich habe mir passende Gläschen gekauft und schwarze Aufkleber samt weißem Permanent-Marker.
Es war eine spannende Sache. Schon allein die Gläschen zu öffnen. Das eine, was praktisch meine Sammlung begründet, aus der Sahara, hat 40 Jahre niemand mehr geöffnet.
Es staubte leicht - ein Flaschengeist? Befreit.
Diese unterschiedlichen Sande anzuschauen, wie verschieden sie gekörnt sind, welche Konsistenz und Farbe sie haben - sehr interessant. Manche bestehen aus gemahlenem Muschelkalk oder aus kleinsten Kieselsteinen.
Ich dreh' die Gläschen mal in derselben Reihenfolge um.
Man könnte sich praktisch seinen Strand von zu Hause aus nach dem Sand aussuchen, den man am liebsten mag (Vorsicht : Sahara). Interessant wäre auch - wie beim 12tel Blick - den Sand Jahr für Jahr zu sammeln und zu vergleichen...
Am besten aber ist es, hinzufahren, mit den nackten Füßen durch den warmen Sand zu laufen und ihn sich dann vom Meerwasser abwaschen zu lassen...
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende !
Ein Kollege nach dem anderen verabschiedet sich. "Ich bin dann mal auf dieser oder jener Insel!"
Meine Instagrammer zeigen wunderschöne Fotos von Sehnsuchtsorten.
Und so wächst von Tag zu Tag das Bedürfnis, am Meer zu sein.
Nicht unerheblich trägt dazu bei, daß ich Sehnsucht habe, nach Ruhe, nach einem Wind, der mir all die Belastungen der letzten Monate aus dem Kopf pustet, der mich erfrischt, ich habe Sehnsucht nach Weite, nach Leichtigkeit, nach dem Rauschen des Meeres.
Was habe ich schon versucht? Hohes Gras für die Terrasse gekauft ( Strandhafer-Illussion),
meine Wangerooge-Meeresrauschen-CD angehört, Terminkalender gecheckt.
Das einzige, was mir ein wenig geholfen hat, war, mich mit Meeressand zu beschäftigen.
Ich habe eine Sammlung von Strand-Sand und einigen anderen interessanten Sandproben. Die allerwenigsten Strände, von denen dieser Sand stammt, habe ich selbst betreten. Das ist nicht weiter schlimm, für mich zählt auch, dass ich jeden Sand mit jemandem verbinden kann, der ihn für mich mitgebracht hat.
Ich habe ihn aufbewahrt in Gläschen, Flaschen oder Tütchen.
Ich dachte mir, es sei Zeit, ihn mal schön zu "archivieren". Ich habe mir passende Gläschen gekauft und schwarze Aufkleber samt weißem Permanent-Marker.
Es war eine spannende Sache. Schon allein die Gläschen zu öffnen. Das eine, was praktisch meine Sammlung begründet, aus der Sahara, hat 40 Jahre niemand mehr geöffnet.
Es staubte leicht - ein Flaschengeist? Befreit.
Diese unterschiedlichen Sande anzuschauen, wie verschieden sie gekörnt sind, welche Konsistenz und Farbe sie haben - sehr interessant. Manche bestehen aus gemahlenem Muschelkalk oder aus kleinsten Kieselsteinen.
Ich dreh' die Gläschen mal in derselben Reihenfolge um.
Man könnte sich praktisch seinen Strand von zu Hause aus nach dem Sand aussuchen, den man am liebsten mag (Vorsicht : Sahara). Interessant wäre auch - wie beim 12tel Blick - den Sand Jahr für Jahr zu sammeln und zu vergleichen...
Am besten aber ist es, hinzufahren, mit den nackten Füßen durch den warmen Sand zu laufen und ihn sich dann vom Meerwasser abwaschen zu lassen...
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende !
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