Samstag, 15. April 2017

Osterspaziergang



Es ist schon fast Tradition geworden, dass ich zum Karfreitag zu meiner Lieblingsburg Vischering bei Lüdighausen fahre. Abstand zur vollen Arbeitswoche bekommen, entschleunigen, zur Ruhe kommen.
Buschwindröschen, wie zu Hause bei den Eltern im Fasanenholz.




Die Hauptburg ist zur Zeit wegen einer umfangreichen Renovierung gesperrt. Mein Lieblingsweg führt ringsherum, die Burg habe ich schon mehrfach innen besichtigt. Unter anderem gibt es da ein richtig feines Rittermuseum für Kinder.




Verschiedene Brüterinnen wärmten mal mehr, mal weniger sorgenvoll ihre Nester.




In Sichtweite die kleine Insel. Die Graugänse trieben ihren Schabernack. Revierkämpfe  vielleicht.







 Am Ufer Loch-Nessi-ähnliche Baumstämme. Wie ein verholzter, alter Drache, der freundlich das Schloss bewacht..




Der Teich liegt ganz still, sodass es eine herrliche Spiegelung gibt.




Bei dieser Baumhöhle denke ich immer, dass sie Pippi Langstrumpf gefallen könnte.














 
                                                                       Osterduft


                                    Ich wünsche euch allen frohe Ostern und Zeit füreinander.











Mittwoch, 12. April 2017

Langohr-Shooting

Manchmal, auf dem Weg zur Arbeit, sehe ich die Langohren, entweder auf dem Feld oder eben noch puschelig und flink - und dann überfahren auf der Straße.

Diese hier wird keiner überfahren. Für Astrid's Hasenparade habe ich meine Osterkiste auf- und ausgeräumt.
Und ein Hasen-Shooting veranstaltet.

Aber fangen wir von ganz vorne an. Mein erstes Hasenerlebnis war ein Kleid.
Eines der ganz wenigen, die ich selbst auswählen durfte. Ich war vielleicht 4 oder 5 Jahre alt.
Sonst trug ich Kleidung Anderer weiter, auch sehr schöne, aber nicht selbst gewählt und gewünscht, sondern eben zufällige.

Das Hasenkleid habe ich geliebt. Es war weiß und am Rocksaum mit Hasen bedruckt. Ich sehe es noch - eines Tages war es weg. Weitergegeben. Weil der Rock zu kurz geworden war. Ich hätte es aufbewahrt, es war ein echtes Herzensstück.

Meine ersten eigenen, figürlichen Hasen waren diese:



Ganz kleine Hasen, vielleicht 4 cm groß. Aus meiner Heimat, dem Erzgebirge. Vielleicht 40 Jahre alt.




Später kam dann die "Liebes-Bank" dazu und der Hase auf dem Roller.




Das sind auch "frühe" Hasen, im Hintergrund die Osterkarte von Selda Soganci, deren schöne Illustrationen ich mal auf einer Ausstellung auf der Burg Vischering entdeckt habe.




Diese Hasen und die typischen Küken dazu sind "erst" 20 Jahre alt.




                     Hier mal im Größenvergleich.




Ne Zeit lang vermied ich es, andere Hasen als meine aus dem Erzgebirge zu haben. Diese beiden aus Ton machten die erste Ausnahme. Das muss wohl aus der Zeit gewesen sein, als ich den Kindern die Beatrix-Potter-Bücher vorlas...




Diese beiden liebe ich auch, sie sind von Filzfrieda.




Den grünen Hasen liebe ich auch, er hält sich meistens in der Nähe des Straußenei's auf, das mir mal meine Mutter geschenkt hat.










Diese mag ich auch, einfach und schön, aus der Gärtnerei.




Das Hasenwindlicht ist eines, was eigentlich je nach Bedarf dekoriert wird.




Hier haben wir noch ein besonderes Osterei, gefüllt mit "Pferdeäpfeln".  Trüffel aus einem Warendorfer Café . Warendorf und Pferde (Olympiastützpunkt ) sind eins.




Coole Schuhe, oder?



Marktplatz von Warendorf. Ich mag diese kleine Stadt und ihre Menschen. Schließlich arbeite ich hier. Und zwar sehr gern.




So, jetzt noch schnell zu Astrid verlinken.

Sonntag, 9. April 2017

Kirschblüten Hanami

Kirschblüte.
Einen Moment nur - dann wird der laue Frühlingswind 
die hellrosa Blüten wie Frühlingsschnee in die Luft ausatmen.



Gerade rechtzeitig daran gedacht - letztes Jahr war ich zu spät, nach einer Zeitungsmeldung war das schöne Zartrosa schon zur Erde gesunken...




In einer Seitenstraße, an einem Bach, stehen 5 Kirschbäume, die aus einer Partnerschaft mit Japan stammen, sie waren ein Geschenk und mussten erst feinfühlig hier kultiviert werden.




Aber jetzt sind sie heimisch und angewachsen und blühen überschwänglich.




Welch eine Freude.












Ein Schabernack aus einem übriggebliebenen  Fundstück für die Osterwoche:




Ich wünsche Euch allen einen sonnigen, frühlingswarmen Sonntag!







Samstag, 8. April 2017

Der Nachttalker

Kannte jemand den Nachttalk von 1live (WDR) mit Jürgen Domian?
Ich als  überwiegend Morgen-und Tagmensch habe Jürgen Domian zum ersten Mal durch Zufall nachts im Fernsehen gesehen.

In der Nacht vor der Geburt meines zweiten Sohnes hatte ich Wehen und war wach. Wartete.
Machte irgendwann den Fernseher an.



Für die, die es nicht kennen, in dieser nächtlichen Stunde zwischen 1 und 2 Uhr riefen Menschen an, die etwas auf der Seele liegen hatten oder etwas ungewöhnliches, interessantes oder auch seltsames zu erzählen hatten.
Im Hintergrund gab es Fachleute / Psychologen, die nach dem Telefonat, wenn nötig, die Menschen weiter betreuten, Anlaufstationen etc. nannten.
Domian ist ein Zuhörer, hat Empathie, ist neugierig und setzt Grenzen, spricht deutliche Worte, wenn
diese überschritten werden, wenn er merkt, daß eine  Neigung pathologisch ist, eine Einstellung nicht rechtskonform.

Jetzt ist Schluß mit der Sendung und Domian erzählt über diese Zeit, 21 Jahre, 25.000 Telefonate, u.a. auch in Hamm.

Mein Sohn, der nach dieser Nacht im Herbst 1999 geboren wurde, hat mit Freunden längst Domian bei youtube kennengelernt, auch ihn begeistert diese wache Neugier und die offenen Augen für den Menschen in allen seinen Facetten. Er sah auch diese letzte Sendung im Dezember 2016 und erzählte mir von Dominan's Tour "Domian redet".



Wir hatten Glück und bekamen Eintrittskarten.
Da kam er nun, wurde begrüßt mit lautem, freudigen Beifall.
Ein WDR  1live - Moderator, Tobi Schäfer,  unterhielt sich mit Domian auf der Bühne.




Ein paar skurrile und besonders unterhaltsame Fälle wurden eingespielt. Domian erzählte Hintergründe und kam dann im zweiten Teil des Abends mit den Zuschauern ins Gespräch, erzählte von sich, von seiner Art zu leben.
Ihn hat die lange Zeit verändert, er hat in den Nächten u.a. ziemlich deutlich menschliche Abgründe, Spielarten des Lebens mitbekommen, die nicht die normalen sind, er hat mit todkranken Menschen gesprochen, und mit welchen, die sich mit erfundenen Geschichten wichtig tun wollten, aber auch viele lebensbejahende, lustige Geschichten gehört.




Und er hat auch mit Schwester Katharina vom kontemplativen Karmeliterorden in Köln gesprochen, die ihm nachts wohl des öfteren aufmerksam zuschaute. Sie ist die einzige Anruferin, die er persönlich kennengelernt hat und mit der er sich heute noch regelmäßig zu Gesprächen im Kloster trifft. Dabei stellte er fest, dass er als Anhänger des Zen-Buddhismus gar nicht so weit von ihren Erfahrungen entfernt ist.



Nun freut er sich, sich an einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen zu können, vermisst aber die Sendung, die Anrufer und die intensiven Gespräche.


Den weißen Hirsch, der nachts während der Sendung in seinem Studio stand, hat Jürgen Domian auf ebay versteigert. Die 43.200 Euro, die ein Neurochirurg aus der Schweiz als Gewinner der Auktion gezahlt hat, spendete Domian an die Palliativstation in der Kölner Uniklinik.
Der Auktionsgewinner behielt den Hirsch nicht - er schenkte ihn an Domian zurück.
Was für eine Freude - so passend.
Seinen Platz wird der Hirsch in einer Vitrine auf eben dieser Palliativstation in Köln finden.



Und was macht Domian jetzt so?  Er schreibt ein Buch und bastelt mit dem WDR an einer TalkShow-Idee, vielleicht so mit ganz normalen Leuten wie sie heute hier im Publikum saßen...

Ich freu mich drauf.



Verlinkt zu Andrea zum Samstagsplausch

Freitag, 31. März 2017

12tel Blick im März 2017


Da hat sich ja echt was getan in den letzten Wochen. Ich war erstaunt heute. Die Wärme der Sonne hat der Natur einen kräftigen Schubs gegeben, und das Gebiet, in dem meine 12tel Blicke liegen, war heute mächtig belebt, Familien, Jugendliche, Spaziergänger... 




Ausflügler auf Zweirädern, die es sich bei Kaffee oder was anderem in der Sonne gemütlich machten (Bier kann ich doch jetzt nicht sagen...). Angler, teilweise mit Zelten.




Ha, und noch was neues. Die große Fontäne in der Mitte des Sees war schon in Betrieb.




Die Enten und Graugänse sind heute fast ausschließlich paarweise unterwegs gewesen.







Der oder die hier übte sehr ausdauernd einen seitlichen Ausfallschritt.



















Das witzigste und überraschendste waren aber diese Jungs, die schon mal testeten, ob man schon schwimmen kann. Ganz schnell waren sie wieder draußen. Wenn ich mich recht erinnere, ist das Baden hier sogar verboten.




Die kleinen Springbrunnen sehen noch nicht so richtig schön aus, bin mal gespannt, ob man sich derer noch kosmetisch annimmt.







                            Ja, das hat sich doch gelohnt. Eine Veränderung war klar erkennbar.