Sonntag, 9. April 2017

Kirschblüten Hanami

Kirschblüte.
Einen Moment nur - dann wird der laue Frühlingswind 
die hellrosa Blüten wie Frühlingsschnee in die Luft ausatmen.



Gerade rechtzeitig daran gedacht - letztes Jahr war ich zu spät, nach einer Zeitungsmeldung war das schöne Zartrosa schon zur Erde gesunken...




In einer Seitenstraße, an einem Bach, stehen 5 Kirschbäume, die aus einer Partnerschaft mit Japan stammen, sie waren ein Geschenk und mussten erst feinfühlig hier kultiviert werden.




Aber jetzt sind sie heimisch und angewachsen und blühen überschwänglich.




Welch eine Freude.












Ein Schabernack aus einem übriggebliebenen  Fundstück für die Osterwoche:




Ich wünsche Euch allen einen sonnigen, frühlingswarmen Sonntag!







Samstag, 8. April 2017

Der Nachttalker

Kannte jemand den Nachttalk von 1live (WDR) mit Jürgen Domian?
Ich als  überwiegend Morgen-und Tagmensch habe Jürgen Domian zum ersten Mal durch Zufall nachts im Fernsehen gesehen.

In der Nacht vor der Geburt meines zweiten Sohnes hatte ich Wehen und war wach. Wartete.
Machte irgendwann den Fernseher an.



Für die, die es nicht kennen, in dieser nächtlichen Stunde zwischen 1 und 2 Uhr riefen Menschen an, die etwas auf der Seele liegen hatten oder etwas ungewöhnliches, interessantes oder auch seltsames zu erzählen hatten.
Im Hintergrund gab es Fachleute / Psychologen, die nach dem Telefonat, wenn nötig, die Menschen weiter betreuten, Anlaufstationen etc. nannten.
Domian ist ein Zuhörer, hat Empathie, ist neugierig und setzt Grenzen, spricht deutliche Worte, wenn
diese überschritten werden, wenn er merkt, daß eine  Neigung pathologisch ist, eine Einstellung nicht rechtskonform.

Jetzt ist Schluß mit der Sendung und Domian erzählt über diese Zeit, 21 Jahre, 25.000 Telefonate, u.a. auch in Hamm.

Mein Sohn, der nach dieser Nacht im Herbst 1999 geboren wurde, hat mit Freunden längst Domian bei youtube kennengelernt, auch ihn begeistert diese wache Neugier und die offenen Augen für den Menschen in allen seinen Facetten. Er sah auch diese letzte Sendung im Dezember 2016 und erzählte mir von Dominan's Tour "Domian redet".



Wir hatten Glück und bekamen Eintrittskarten.
Da kam er nun, wurde begrüßt mit lautem, freudigen Beifall.
Ein WDR  1live - Moderator, Tobi Schäfer,  unterhielt sich mit Domian auf der Bühne.




Ein paar skurrile und besonders unterhaltsame Fälle wurden eingespielt. Domian erzählte Hintergründe und kam dann im zweiten Teil des Abends mit den Zuschauern ins Gespräch, erzählte von sich, von seiner Art zu leben.
Ihn hat die lange Zeit verändert, er hat in den Nächten u.a. ziemlich deutlich menschliche Abgründe, Spielarten des Lebens mitbekommen, die nicht die normalen sind, er hat mit todkranken Menschen gesprochen, und mit welchen, die sich mit erfundenen Geschichten wichtig tun wollten, aber auch viele lebensbejahende, lustige Geschichten gehört.




Und er hat auch mit Schwester Katharina vom kontemplativen Karmeliterorden in Köln gesprochen, die ihm nachts wohl des öfteren aufmerksam zuschaute. Sie ist die einzige Anruferin, die er persönlich kennengelernt hat und mit der er sich heute noch regelmäßig zu Gesprächen im Kloster trifft. Dabei stellte er fest, dass er als Anhänger des Zen-Buddhismus gar nicht so weit von ihren Erfahrungen entfernt ist.



Nun freut er sich, sich an einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen zu können, vermisst aber die Sendung, die Anrufer und die intensiven Gespräche.


Den weißen Hirsch, der nachts während der Sendung in seinem Studio stand, hat Jürgen Domian auf ebay versteigert. Die 43.200 Euro, die ein Neurochirurg aus der Schweiz als Gewinner der Auktion gezahlt hat, spendete Domian an die Palliativstation in der Kölner Uniklinik.
Der Auktionsgewinner behielt den Hirsch nicht - er schenkte ihn an Domian zurück.
Was für eine Freude - so passend.
Seinen Platz wird der Hirsch in einer Vitrine auf eben dieser Palliativstation in Köln finden.



Und was macht Domian jetzt so?  Er schreibt ein Buch und bastelt mit dem WDR an einer TalkShow-Idee, vielleicht so mit ganz normalen Leuten wie sie heute hier im Publikum saßen...

Ich freu mich drauf.



Verlinkt zu Andrea zum Samstagsplausch

Freitag, 31. März 2017

12tel Blick im März 2017


Da hat sich ja echt was getan in den letzten Wochen. Ich war erstaunt heute. Die Wärme der Sonne hat der Natur einen kräftigen Schubs gegeben, und das Gebiet, in dem meine 12tel Blicke liegen, war heute mächtig belebt, Familien, Jugendliche, Spaziergänger... 




Ausflügler auf Zweirädern, die es sich bei Kaffee oder was anderem in der Sonne gemütlich machten (Bier kann ich doch jetzt nicht sagen...). Angler, teilweise mit Zelten.




Ha, und noch was neues. Die große Fontäne in der Mitte des Sees war schon in Betrieb.




Die Enten und Graugänse sind heute fast ausschließlich paarweise unterwegs gewesen.







Der oder die hier übte sehr ausdauernd einen seitlichen Ausfallschritt.



















Das witzigste und überraschendste waren aber diese Jungs, die schon mal testeten, ob man schon schwimmen kann. Ganz schnell waren sie wieder draußen. Wenn ich mich recht erinnere, ist das Baden hier sogar verboten.




Die kleinen Springbrunnen sehen noch nicht so richtig schön aus, bin mal gespannt, ob man sich derer noch kosmetisch annimmt.







                            Ja, das hat sich doch gelohnt. Eine Veränderung war klar erkennbar.







Mittwoch, 1. März 2017

12tel Blick im Februar 2017 und ein Hauch vom Frühling


Mein 12tel Blick ist diesmal eher ein 12tel-Ort, ein Teich in einem Naherholungsgebiet im Münsterland.
Es kristallisieren sich bereits spezielle Blicke heraus, aber ich brauche noch Zeit, um mich festzulegen.
Vorerst genieße ich die nun wieder häufigeren Spaziergänge um den Teich und zeige Euch, was sich verändert. Ich hätte es nicht gedacht, aber es war ein wirklicher Sprung in den nahenden Frühling.
Das Eis ist weg, die Farben beginnen zu leuchten. Glücklicherweise kam zwischen den Regenschauern auch gerade einmal die Sonne hinter den Wolken hervor.




Bin mal gespannt, ob die Becken vorm Fluten gestrichen werden. Die Farbe finde ich klasse.




    Der Teich wirkt viel wacher, lebendiger.




Die Enten und Graugänse haben genügend Platz zum Schwimmen und Sonnen .































    Ja, jetzt glaub' ich's, der Frühling kommt wirklich.
    Eine schöne Restwoche Euch noch!





Sonntag, 29. Januar 2017

Auf der Suche nach einem neuen 12tel Blick





Letztes Jahr fiel mir kein gescheiter Ort für den 12tel Blick ein.
Nun war es mal wieder richtig kalt, man warnt vorm Betreten des Eises auf dem Langst-Teich, also      nix wie hin, schließlich haben wir das sehr selten, dass er zugefroren ist.
Ich kann mich erinnern, dass wir einmal mit dem Kinderwagen dort waren, da durfte man sogar Schlittschuhlaufen. Lang ist es her...




Die "Langst" ist hier ein Naherholungsgebiet. Mit See, Springbrunnen, Restaurant, großem Spielplatz, Liegewiese, Grillplätzen, Kneipp-Becken. Ein Waldgebiet schließt sich an.




    Ein Ründchen ringsum...




Die hintere Ecke ist eisfrei, die Wasservögel freut's.





    Enten und Graugänse haben hier das Sagen.




    Auf 3! stürzen wir uns in die Fluten!




    Geh weg da, das ist unser Revier!




    Friert man da nicht fest? Ich könnte mir was besseres vorstellen.




    Bewegung wärmt.







   Blick zurück auf das Restaurant.




Nach den grauen, halbverdunkelten Tagen endlich einmal wieder ab und an blauer Himmel und eine Ahnung von Sonnenauf- und -untergängen.




Der Teich ist vereist, aber es wäre dennoch zu gefährlich, ihn zu betreten. Nur die Schatten der Bäume, ein paar Stöckchen der Spaziergänger-Hunde und die Strahlen der untergehenden Sonne kann das Eis aushalten.




    Rotkehlchen, gut genährt und recht zutraulich.







Rechts vom Weg noch ein kleinerer Nebenteich mit interessanten, von der Natur geformten Skulpturen abgebrochener Bäume.




Die Wasserbecken an der Front des Teiches sind natürlich leer, die Farbe blättert ab ...




Im Sommer gibt das schöne Wasserspiele.




Mal schauen, welchen Ausblick ich zu meinem 12tel-Blick auswählen werde.




Im letzten Post (über den Winter) habe ich über die winterliche Vergangenheit in meiner alten Heimat geschrieben. Dieser Tage kam mir ein Foto ins Haus, das unser Schloß zeigt, an dessen Hang wir gewohnt haben (etwas unterhalb der linken Nebengebäude). Hier auf diesem Foto haben wir Aussicht zum Fichtelberg und zum Keilberg. Märchenhaft, oder?




Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.