Montag, 7. November 2016

Oslo # 5 von Wikinger-Schiffen, der Ra 2 und vom Kon-Tiki-Floß


Draußen wird es gerade ungemütlich. Ich finde es schön, mir dann meine Fotobücher vom Sommer anzuschauen ... das hier ist von Oslo.



Im Stadthafen Oslos, am Oslofjord,  gibt es ein paar Schiffsanlegestellen für Fjord-Rundfahrten und Fähren, auch zur Halbinsel Bygdoy. Diese ist Standort vieler interessanter Museen, die sich vor allem mit dem Entdeckertum der furchtlosen Wikinger auf dem Seeweg beschäftigen, aber auch die Sommerresidenz des Königshauses und der königliche Bauernhof mit den königlichen Kühen und Hühnern sind dort beheimatet. Ebenso ein Volksmuseum.



    Kleine Fähren im Stadthafen



    Festung Akershus am Oslo-Fjord




Das Astrup Fearnley Museum, eine große, moderne und zeitgenössische Kunstsammlung, mit         eigener Badestelle.




      Die Museen der Halbinsel Bygdoy: FRAM im Vordergrund.




           Wir steigen aus und machen uns zuerst auf den Fußweg in Richtung Wikingermuseum.




Die Wikingerschiffe im Wikingerschiff-Museum stammen aus dem 9. Jahrhundert.
Es sind die ältesten und am besten erhaltenen  Wikingerschiffe der Welt.
Gefunden wurden sie in Häuptlingsgräbern.
Sie dienten als Grabbeigaben, für die letzte Reise ins Totenreich.




Dieses hier sieht ganz schön zerfleddert aus, da hat der Zahn der Zeit ganz schön genagt.




Ausgestellt sind auch andere Grabbeigaben,wie dieser geschnitzte Wagen, der anmutet, als sei er einem russischen Märchen entsprungen.







Nach einem kurzen Spaziergang über die Halbinsel erreichen wir das Kon-Tiki Museum und können das Floß und das Papyrusboot Raa 2  des berühmten norwegischen Abenteurers Thor Heyerdahl endlich im Original in Augenschein nehmen. Gelesen hatte ich in meiner Kindheit schon eine Menge darüber...




Die Originale sind noch vorhanden und wurden lediglich restauriert.
Mit diesem Balsaholz-Floß segelte Heyerdahl 1947 von Peru aus über den Pazifik. Er wollte damit nachweisen, daß Polynesien von Südamerika aus vor der Zeit der Inka besiedelt wurde, z.B. durch bestimmte Meeresströmungen. Dazu baute er sich dieses authentische Floß aus dem leichten Balsaholz.




Das Floß war mit allem Lebensnotwendigem ausgestattet. Es gab Wasservorräte, Kochgelegenheiten, wie man sieht auch eine Schreibmaschine, um möglichst die ganze Expedition genau zu dokumentieren.




Das Balsafloß war entgegen aller pessimistischen Annahmen bis zum Ziel schwimmfähig. Lediglich die Hütte klappte beim Aufprall am Ziel zusammen.




    Besonders interessant: Die Unterwasserwelt unterm Floß.







    Fundstücke bei Ausgrabungen, Gegend umTucume, Peru




 Die Raa 2, ein Papyrusboot, das Heyerdahl von Anden-Indianern vom Titicaca-See bauen ließ, brach 1970 aus Marokko mit Ziel Barbados auf. Die Reise dauerte etwa 2 Monate. Unterwegs dokumentierte die Mannschaft im Auftrag der UNO durch regelmäßige Proben den Grad der Meeresverschmutzung, was eine Resolution der UNO zur Folge hatte.




Ganz schön mutig und umweltbewußt, die Norweger.






Kommentare :

  1. Erinnerungen werden wach, an den Oslofjord, aber auch die kindliche Heyerdal -Lektüre ( für diese Museen hatten wir in Oslo zu wenig Zeit damals ).
    Gute Nacht!
    Astrid

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  2. sehr schön...da wollte ich immer schonmal hin.
    LG susa

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