Samstag, 3. Oktober 2015

Im Naturhistorischen Museum in Wien

Wenn man mit einem 15-Jährigen auf Reisen ist, dann muss man Kompromisse schließen, damit keiner die Lust verliert und jeder zu seinem Recht kommt.
Dieser Kompromiss hier stellte sich als ein wahrer Glücksgriff heraus:

Das Naturhistorische Museum in Wien.




Genau gegenüber der spiegelgleiche Zwilling, das Kunsthistorische Museum.




Ich bin ja froh, dass mein Sohn sich für Natur und Geschichte interessiert, deshalb: nichts wie rein!




                                   Der Aufgang prächtig, die Deckenkuppel wunderschön:




Das Museum gibt es seit 1876 und wurde gebaut, weil die kaiserlichen Sammlungen von Naturalien aus aller Welt nicht mehr in der Hofburg unterzubringen waren. Es beherbergt heute etwa 30 Millionen (!) Sammlungsobjekte und ist damit eines der größten und bedeutendsten Naturmuseen der Welt.



Allein die Mineraliensammlung umfasst mehrere Säle. Untergebracht sind die Exponate in alten Holzvitrinen.




Es ist bei vielen Exponaten sogar ausdrücklich erwünscht, sich durch Berührung einen eigenen Eindruck zu verschaffen, hier: polierte Ammoniten, 200 Millionen Jahre alt.




Überall lauern wilde Tiere, Meteoriten, Skelette....




 dies hier von einem irischen Riesenhirsch aus dem Pleistozän, 400 000 bis 500 000 Jahre vor Christus:




Genau gezeigt werden im Museum auch verschiedene Arten und die Geschichte des Präparierens von Tierkörpern.



Am Beispiel dieser Fuchsköpfe zeigte man anschaulich die Wirkung der eingesetzten Glasaugen und kann raten, welches die echten sind... links schwarze "Knopf"augen, 2.v.l.: Menschenaugen, 2.v.r. Fuchsaugen....



                                                            Der Dodo himself.




                                             Ich hatte gedacht, dies sei ein Fabelwesen ?




                                                 Rekonstruktion eines Mammutbabys.




                                     Unbekleidete Besucher aus früheren Zeiten...




                   Menschheitsgeschichte und Geschichte der Erde und ihrer Bewohner.




Das Haus beeindruckt auch aufgrund seiner prächtigen Ausstattung und Architektur.
In Wien gibt es unzähliger solcher riesigen, weitläufiger Bauten, es ist unglaublich und man braucht
wirklich viele Tage, um einiges davon einigermaßen zu erfassen.




In der oberen Etage angekommen, kann man praktisch alle Tiere dieser Erde in ausgestopfter Form erleben, wie sie in keinem Zoo so vorkommen...




 Wieder in diesen altmodischen Holzvitrinen, die aber einen ganz besonderen Charme haben...




                                                                 Oder auch "frei".




                          Nicht minder faszinierend: Glasfenster gemustert aus der Natur.




Für meinen Sohn und mich war sehr faszinierend dort und man braucht Geduld und Zeit und Interesse, um vieles, was dort gezeigt und beschrieben wird, zu erfassen. Die berühmte Venus von Willendorf "wohnt" hier übrigens auch. Klare Empfehlung für alle Interessierten Wien-Fahrer.




Zeit für eine kleine Stärkung, bevor es zum Naschmarkt weitergeht...





1 Kommentar :

  1. so viel zu sehen in diese grandiose gebäude ! glasfenster gemustert aus der natur gefällt mir sehr gut !

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