Samstag, 1. März 2014

short stories # 3

Das Thema der "short stories" für den März lautet:



Gegen Ende der Zeit, in der ich mich für meine beiden Kinder von meiner Arbeit beurlauben ließ,
habe ich überlegt, was ich eigentlich gern machen will, was mich begeistern würde... was mich leuchten lässt.
Ich erinnerte mich dabei an Juliette Binoche, die im Film "Chocolat" die Vianne Rocher spielt.
Eine Frau, die mit dem Nordwind in schöner Regelmäßigkeit mitsamt ihrer Tochter Anouk und deren unsichtbaren Känguru "Pantoufle" von Ort zu Ort zog und sich eine Chocolaterie einrichtete.



Sie tat ihre Arbeit so voller Begeisterung und Leidenschaft, dass ihre Augen und ihre ganze Person leuchtete. Sie steckte voller Tatkraft und Kreativität und konnte die Leute in dem kleinen konservativen Ort berühren und anstecken...


Ihre strahlenden Augen sind ein Ankerpunkt für mich geworden, wenn ich an Leidenschaft denke...


Die Musik (hier Jonny Depp und Juliette Binoche ebenfalls im Film "Chocolat") ist auch so ein Punkt, wo Leidenschaft spürbar wird...
Musik berührt und Musikmachen macht glücklich.



David Garrett

Ich glaube, ihm kann man Leidenschaft für die Musik ansehen.
Geigenmusik ist auch eine Leidenschaft von mir. Schon das Zuhören macht mich glücklich. Seit einigen Jahren spiele ich auch selbst und wenn meine Lehrerin ein Duett mit mir spielt, versinke ich ganz darin und bin glücklich, ein Teil dieser Musik zu sein.

Leidenschaft ist auch Hingabe. Ganz verbunden sein mit dem, was man tut.

Vielleicht ist es ja so, dass einem manche Leidenschaften schon in die Wiege gelegt werden? Dass es nur ein Schlüsselerlebnis braucht, um sie sichtbar oder fühlbar zu machen?

Seit meiner Kindheit liebe ich das Eiskunstlaufen. Ich habe alles gesammelt, was ich darüber finden konnte (die Ordner habe ich immer noch im Keller...). Später hatte ich das Glück, einige Schaulaufen nach Weltmeisterschaften zu sehen. Ich bin auch selbst viel Eislaufen gewesen und habe dabei davon geträumt, Pirouetten zu drehen... Es war das leichte Gleiten und Schweben, was mich glücklich gemacht hat.


Mirai Nagasu, Quelle

Da man Eiskunstlauf ja nur noch selten erleben kann (wie schön waren kürzlich die Übertragungen aus Sotschi!), mag ich immer mehr das dem Eislaufen verwandte Ballett.
Ich glaube, ohne Leidenschaft kann man die Entbehrungen dafür und das ständige Training nicht aushalten...




Leidenschaft ist für mich eng verbunden mit Lebendig-Sein, Begeisterung, Berührt-Sein, Hingabe, Versunkensein im Tun, vielleicht auch mit Sehnsucht, Ästhetik, ja ...  Leichtigkeit.    

Inzwischen arbeite ich wieder in dem Beruf, in dem ich vor der Geburt meiner Kinder gearbeitet habe. Ein kummunikativer, intensiver Job, den ich auch wirklich gerne mache.

Ein Ausgleich, wie Musik, Kreativität, Bewegung gehört aber für mich unbedingt zum achtsamen Leben. Ich spüre, dass ich nur so ein ausgeglichenes Leben führen kann.

Und meine Augen leuchten, wenn ich von dem erzähle, was ich neben der Arbeit, dem Haushalt, dem Muttersein noch mache. Und ich spüre, wie das andere Menschen ansteckt...

Ich bin gespannt, was ihr zum short-stories-Thema im März schreibt. 

Nachlesen kann man es hier und hier.






Kommentare :

  1. Ein ganz wunderbarer Eindruck in deine Gedankenwelt. Deine Worte berühren mich und ich kann jedes einzelne glauben. Chocolat als Beispiel für Leidenschaft, oh ja. Ich erinnere mich nur dunkel an diesen Film aber Leidenschaft ist ein so passendes Wort für meine Erinnerungen. Ich fand auch das Motiv des sich mit dem Nordwind Bewegens, diese unstillbare Sehnsucht nach einem Weiter super spannend. Ich muss ihn mal wieder sehen. Danke für deine Anregung.
    Lg, Anie

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    1. Danke, liebe an ie, für Deine Worte! Sabine

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  2. wunderschön hast du das geschrieben, liebe sabine. ich wünsche dir weiterhin viel spaß mit deinen .eidenschaften und im "brotjob". lg mickey

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  3. Wunderschöner Text, traumhaft zusammengestellte Bilder!

    GLG

    Susanne

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  4. Dankeschön, liebe Mickey und liebe Susanne!

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