Sonntag, 30. März 2014

Nur ein Augenblick

Vögel lieben Musik

....durch die offene Terrassentür zu Besuch bei mir am Sonntagmorgen:


Ein Rotkehlchen!  Nach kurzem Aufenthalt hat es problemlos wieder den Weg nach draußen gefunden...

Freitag, 28. März 2014

Fisch am Freitag: Ein Wort, ein Fisch

Hier und da habt ihr es sicher schon bemerkt - ich liebe Fische, das Meer (noch mehr) und habe ein Faible für Meerfrauen.
Heute morgen kam mir ein Buch in den Sinn, das ich euch Fischliebhabern gerne vorstellen möchte.
Geschrieben und gemalt hat es  Mies van der Hout.
Heute bin ich  heisst esklick
Geschrieben ist nicht wirklich viel, aber das ist auch überhaupt nicht nötig. Wie gesagt, ein Wort, ein Fisch. Das Wort bezeichnet ein Gefühl, der Fisch dazu ist mit Ölpastellen auf schwarzem Karton gezeichnet. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dabei mit Zuckerkreide zu arbeiten....
Ihr kennt sicher Zuckerkreide? In Zuckerwasser eingelegte Tafelkreide? Nach dem Trocknen leuchtet sie herrlich auf dunklem Untergrund.


Vergnügt.


                                                               Ängstlich.
                                             

                                                             Sorglos.
               

                                                             Zufrieden.



                                                                    Zornig!

In 20 Bildern sind 20 verschiedene Gefühle dargestellt - einfach und überzeugend. Zum Anschauen und Wiedererkennen, für Kinder und Große.
Für Fischliebhaber.  Und als Statusmeldung verwendbar.
                                           
Und nun schnell zu Andiva !


                                   

Mittwoch, 26. März 2014

Frühling, die Zweite

Im Moment fahren keine Busse, auch andere Menschen streiken - aber das Post-Häschen hoppelt munter und fleissig durch den teilweise sehr dichten Nebel. Respekt!




                        Das ist Frühlingspost aus Magdeburg, von Fine. Ihr Blog heisst fineluise.
              "Besagter Lenz ist da" lautet ihr Stichwort, nach einem Gedicht von Erich Kästner....

                                        Danke, liebe Fine für Deinen gestempelten Frühling!




Frühling - die Hühner berauschen sich wieder an den blauen Trauben- oder Perl-Hyazinthen...



 ... vor der Haustür blühen sie in weiß... ich liebe sie jedes Jahr wieder. sie wären auch ein schönes Stempelmotiv!



Und gestern kam noch eine große Überraschung hier an, die Nr. 82 aus Michaelas Projekt "365 Tage - jeden Tag eine Postkarte". Heute hat Michaela hier über diese zauberhaften Schmetterlings-Fische geschrieben... Auf den ersten Blick fand ich, dass diese Schmetterlinge eine wunderschöne Flügelform haben, auf den zweiten Blick bewahrheitet sich die mystische Vermutung, oder vielleicht auch eine naturwissenschaftliche, dass alles Leben aus dem Meer kommt... welche wunderbare Symbiose und Metamorphose.



                    Wunderschön!  Vielen lieben Dank, Frau Müllerin!

Donnerstag, 20. März 2014

Frühlingspost - es ist wieder soweit !!


Wie im vergangenen Jahr auch, ist Michaela Ideen- und Gastgeberin der Frühling mail art.
In diesem Jahr sollte alles von vorne bis hinten selbstgemacht sein. Außerdem preiswert, aber wertvoll sein. Wie Handarbeit eben ist.
Muster oder Motive werden selbst entworfen und gedruckt, das Endergebnis soll als Postkarte verschickt werden.

Inzwischen müssten meine Karten alle angekommen sein...

Mustern ist ja eigentlich einfach. Motive entwerfen braucht Inspiration. Stempel selbst herstellen - dafür hatte ich mir trotz Interesse noch keine Zeit genommen.

Also war es folgerichtig, mich ins Frühlingsgetümmel zu stürzen. Dummerweise stand mein Name wieder einmal ganz oben auf der Liste und es waren etwa 10 Tage Zeit zum Handeln, wenn alles pünktlich ankommen soll.

Meine 12tel- Blick-Shooting war Inspiration genug:


Kirschblüten. Wie eine weiß-rosa Wolke pusten sie den Frühling übers Land. So zart, fragil, so anmutig und überzeugend.

Die Blütenblätter flattern bald wieder einzeln im Wind herab vom Baum, deshalb habe ich sie einzeln aus dem Stempel geschnitzt.


Mangels besserer Alternativen habe ich ein einfaches weißes Pelikan-Radiergummi verwendet. Mit meinem neuen Cutter vom "Kaffeekontor" war es kinderleicht und einfach zu bearbeiten.


Ich hatte mir erst Postkarten-Rohlinge besorgt, dann aber doch lieber Aquarell-Papier verwendet.
Den Untergrund habe ich mit der Rolle und Acrylfarben gefärbt. Gleich für alle zusammen auf einem Bogen, später dann portionsgerecht zerschnitten. Außerdem habe ich dabei gleich mal mit Erfolg mein Gesso ausprobiert...


Ich hatte vorher auch Aquarell oder Pan-Pastell als Untergrund ausprobiert. Das Walzen war aber eindeutig unterhaltsamer und vom Ergebnis her mein Ding.
Der Zweig stammt jetzt nicht von einem Kirschbaum, sondern von meinem Liebesperlenstrauch.
Bestrichen mit Siena gebrannt lieferte er schöne Abdrucke.


Den gewalzten Untergrund habe ich dann mit den Blütenblättern bedruckt, unregelmäßig, mit verschiedenen Rosa-Tönen, das machte es einfach lebendiger. Zum Schluß habe ich doch noch ein kleines Blümchen geschnitzt und in blau-weiß dazwischen gestempelt.
Gestempelt habe ich mit Acrylfarben. Das Radiergummi hat genau bis zum Ende durchgehalten, jedenfalls beim kleinen Blümchen. Ich hätte keine Zeit mehr gehabt, mir Farben zum Drucken zu besorgen. Ich mag Acryl, habe es in vielen Farbtönen da. Es sollte ja keinen Streß machen und preiswert sein.
Es ist eher ein Motiv, oder wie beim Stoff ein "Rapport" geworden, also ein Muster, was sich wiederholt...
Ich bin zufrieden. Es gibt ja unendliche Möglichkeiten, zu diesem Thema etwas darzustellen und eine davon ist diese hier!
Das Ergebnis als Postkarte zu verschicken, war eine gute Idee. So lag die Konzentration ganz auf dem Muster und schützte vorm "Verzetteln" (obwohl ich die kleinen Beigaben zu den vergangenen Postaktionen doch sehr geliebt habe).

Ich fand es übrigens spannend, dass sich meine Sehnsucht nach Japan mal wieder gemeldet hat... obwohl die Inspiration dazu ganz in der Nähe passierte.

Und nun freue ich mich auf die anderen Ergebnisse aus meiner Gruppe....

Sonntag, 9. März 2014

Zwölftel-Blick 2/12


Anfang Februar habe ich an einem wunderschönen sonnigen Sonntagnachmittag meine ersten Zwölftel-Fotos gemacht, die eigentlich für den Januar gedacht waren.
Heute war wieder so ein herrlicher Tag. Und wieder ist es etwas später, kein Februar mehr.
Gleich morgens nach dem Brötchenholen habe ich meine erste Station aufgesucht. Nö. Das Licht passte überhaupt nicht...
Also habe ich auf den Nachmittag gewartet. Der ist soo schön geworden, dass ich mir sicher war, in Hamm am Kurpark keinen Parkplatz zu bekommen. Irgendwann werden die vielen Menschen doch wohl Kaffee-Durst bekommen!

Ich hätte mich ja auf den Flussblick beschränken können:


 Aber ich dachte an Mickey, die Hansedeern.  Sie hätte gerne den Elefanten wiedergesehen...
Als ich ihn sah, habe ich mich richtig gefreut:


Entgegen meiner Erwartung: er war schon feingemacht und bepflanzt! Ich habe ihn kaum wiedererkannt, kein Moos mehr... so hatte er mir auch gefallen...


Hübsch, nicht wahr?   Schöne Grüße an Mickey!


Meinen zweiten "Elefanten" (eine Dame?) habe ich auch besucht. Das kleine Mädchen da hüpfte begeistert über die grünen Wiesen. So habe ich auch mal ausgesehen, genauso...


Die japanischen Zierkirschen standen in voller Blüte - Anfang März!!


Atemberaubend schön, Kirschblüten-Hanami.



Zuhause im Garten, das liebste meiner frühen Blümchen: ein honigsüß duftendes Veilchen. Ein Abkömmling einer Pflanze meiner Großeltern, zu meiner Taufe als Sträußchen gebunden.

Schön war's heute... und inspirierend für die Frühlingspost.
Einem alten Muster folgend darf ich in meiner Gruppe anfangen. Und das schon in der übernächsten Woche! 


Samstag, 1. März 2014

short stories # 3

Das Thema der "short stories" für den März lautet:



Gegen Ende der Zeit, in der ich mich für meine beiden Kinder von meiner Arbeit beurlauben ließ,
habe ich überlegt, was ich eigentlich gern machen will, was mich begeistern würde... was mich leuchten lässt.
Ich erinnerte mich dabei an Juliette Binoche, die im Film "Chocolat" die Vianne Rocher spielt.
Eine Frau, die mit dem Nordwind in schöner Regelmäßigkeit mitsamt ihrer Tochter Anouk und deren unsichtbaren Känguru "Pantoufle" von Ort zu Ort zog und sich eine Chocolaterie einrichtete.



Sie tat ihre Arbeit so voller Begeisterung und Leidenschaft, dass ihre Augen und ihre ganze Person leuchtete. Sie steckte voller Tatkraft und Kreativität und konnte die Leute in dem kleinen konservativen Ort berühren und anstecken...


Ihre strahlenden Augen sind ein Ankerpunkt für mich geworden, wenn ich an Leidenschaft denke...


Die Musik (hier Jonny Depp und Juliette Binoche ebenfalls im Film "Chocolat") ist auch so ein Punkt, wo Leidenschaft spürbar wird...
Musik berührt und Musikmachen macht glücklich.



David Garrett

Ich glaube, ihm kann man Leidenschaft für die Musik ansehen.
Geigenmusik ist auch eine Leidenschaft von mir. Schon das Zuhören macht mich glücklich. Seit einigen Jahren spiele ich auch selbst und wenn meine Lehrerin ein Duett mit mir spielt, versinke ich ganz darin und bin glücklich, ein Teil dieser Musik zu sein.

Leidenschaft ist auch Hingabe. Ganz verbunden sein mit dem, was man tut.

Vielleicht ist es ja so, dass einem manche Leidenschaften schon in die Wiege gelegt werden? Dass es nur ein Schlüsselerlebnis braucht, um sie sichtbar oder fühlbar zu machen?

Seit meiner Kindheit liebe ich das Eiskunstlaufen. Ich habe alles gesammelt, was ich darüber finden konnte (die Ordner habe ich immer noch im Keller...). Später hatte ich das Glück, einige Schaulaufen nach Weltmeisterschaften zu sehen. Ich bin auch selbst viel Eislaufen gewesen und habe dabei davon geträumt, Pirouetten zu drehen... Es war das leichte Gleiten und Schweben, was mich glücklich gemacht hat.


Mirai Nagasu, Quelle

Da man Eiskunstlauf ja nur noch selten erleben kann (wie schön waren kürzlich die Übertragungen aus Sotschi!), mag ich immer mehr das dem Eislaufen verwandte Ballett.
Ich glaube, ohne Leidenschaft kann man die Entbehrungen dafür und das ständige Training nicht aushalten...




Leidenschaft ist für mich eng verbunden mit Lebendig-Sein, Begeisterung, Berührt-Sein, Hingabe, Versunkensein im Tun, vielleicht auch mit Sehnsucht, Ästhetik, ja ...  Leichtigkeit.    

Inzwischen arbeite ich wieder in dem Beruf, in dem ich vor der Geburt meiner Kinder gearbeitet habe. Ein kummunikativer, intensiver Job, den ich auch wirklich gerne mache.

Ein Ausgleich, wie Musik, Kreativität, Bewegung gehört aber für mich unbedingt zum achtsamen Leben. Ich spüre, dass ich nur so ein ausgeglichenes Leben führen kann.

Und meine Augen leuchten, wenn ich von dem erzähle, was ich neben der Arbeit, dem Haushalt, dem Muttersein noch mache. Und ich spüre, wie das andere Menschen ansteckt...

Ich bin gespannt, was ihr zum short-stories-Thema im März schreibt. 

Nachlesen kann man es hier und hier.