Montag, 20. Januar 2014

paper doll

Am Wochenende war ich mal wieder auf einem meiner Lieblingswasserschlösser, der
 Burg Vischering in Lüdinghausen. 


Hier sommerlich....


Schön alt, schön im Wasser gelegen und zu jeder Jahreszeit ein Blickfang, etwas für die Sinne.


Auch jetzt. Zauberhaft.  Frischer Duft aus der uralten Schlossbäckerei zog uns an... mmhhhh.
Als ich heute morgen meinen Kofferraum öffnete, duftete es immer noch verführerisch, obwohl ich das Brot doch sofort mit meinen Söhnen verspeist hatte...

Nun gab es ja noch eine Aufgabe, eine Prinzessin aus Papier herzustellen .... eine ganz einfache...
welche Inspiration wäre da besser als ein Schloß?



So eine Papier-Prinzessin hat den Vorteil, dass man sie schnell woanders unterbringen kann, wenn ihr auf der Zugbrücke abends zu kühl wird.... hier vielleicht?


  Oder hier:


Samstag, 11. Januar 2014

Snail mail


Mein Blog ist ja noch recht jung und diese gute Sitte war mir noch unbekannt:
Weil ich bei Eva den ersten Kommentar auf ihrem niegel-nagel-neuen Blog hinterlassen habe, bekam ich eine snail mail (Schneckenpost), so richtig per Brief und in echt, handgemacht. Nur für mich.
Und für euch zum Anschauen. Weil sie so schön ist.

Eva war die Nummer 3 in unserem Adventskalender, damals noch ohne Blog.

















Danke für dieses coole Huhn! Das Jahr geht ja schon mal sehr gut los.
Dir auch viel Freude, liebe Eva, mit Deinem neuen Blog!


Donnerstag, 9. Januar 2014

short stories 2014 #1

Ich schreibe wirklich gern.
Als Kind habe ich unglaublich viel gelesen, ich hab' sogar gerne Aufsätze geschrieben.
Meine Gitarrenlehrerin ließ mich manchmal Geschichten zu Musikstücken schreiben, um die Dynamik der Musik in Worte zu fassen… und so eben auf eine andere Art zu verstehen.
Beim Schreiben sortieren und klären sich für mich viele Dinge, die in meinem Kopf herumschwirren, manchmal entwickeln sie sich zu ganz neuen Ideen.
Ich kann diese Gedanken aufschreiben, um sie schwarz auf weiß auf Papier zu haben,  oder um sie aus dem Kopf zu kriegen oder einfach, um sie weiterzuspinnen und daraus eine Geschichte zu entwickeln.

Bei "was eigenes" und gleichzeitig auch bei  "jolijou" gibt es für jeden Monat ein Thema, zu dem Texte und Geschichten entstehen werden. Gesammelt werden die Werke auch ebenda.

Das Thema #1 heisst: "Gute Vorsätze - oder nicht?"

Gute Vorsätze - das klingt nach bravem Mädchen. Ich möchte/ sollte besser werden. Für wen?
Was will ich anders machen? Warum gerade jetzt? Für mich klingt das nach einem gemeinschaftlichem Zwang…
Da regt sich die Rebellin in mir. Ich bin zwar gerne mit anderen zusammen und genieße den Austausch und die Inspiration, aber ich bin beileibe kein Herdentier (vielleicht noch vom Wolfshund beaufsichtigt… ha ha)
Apropos, ich möchte gern einmal Weihnachten ausfallen lassen, einfach vergessen und normal weiter leben, Sylvester verschlafen, oder gar von November bis März Winterschlaf halten.
Und trotzdem - wenn Heiligabend da ist, dann umgibt auch mich ganz plötzlich diese magische Stimmung von "Stille Nacht", gar nicht mehr kitschig, sondern herzerwärmend.

Und auch die guten Vorsätze zu Beginn des neuen Jahres…. es ist der Zauber des Neuanfangs, der uns überlegen lässt, wie wir unser Leben schöner werden lassen können. Es hat etwas von Eigeninitiative...

In den letzten Jahren habe ich mir nichts konkretes vorgenommen, von wegen "wird eh nichts".
Dieses Jahr sieht das etwas anders aus.

Neben dem Willen zu klarer Strukturierung einiger wiederkehrender Abläufe wäre das folgendes:

 - Ich möchte mehr lesen, öfter in andere Welten eintauchen. Einige schöne Bücher warten schon…

 - Ich habe als Erwachsene angefangen, Geige zu spielen. Musik macht mich definitiv glücklich und     darum möchte ich öfter spielen (um das strenge Wort "Üben" zu vermeiden).


 - Ich würde gerne wieder Feldenkrais machen (eine sanfte Bewegungsform, nach Moshe Feldenkrais, "Bewusstheit durch Bewegung"), es fehlt mir. Mein Lehrer hat leider den Kurs aufgeben müssen.

 - Ich möchte gerne mein zeichnerisches Repertoire erweitern, deshalb werde ich einen Jahres-Online-Kurs machen.

- Und ich muss unbedingt einmal ans Meer fahren.

Das sollte reichen… Vielleicht kommt ja einiges "nicht vorgenommenes" von selbst hinzu. Tango z.B. wäre schön… Wenn ich mir schöne Dinge vornehme, die mich glücklich machen, ist für mich das Thema "Gute Vorsätze" richtig gut getroffen.

Ich schaue neugierig  und offen auf das, was kommt. und das wünsche ich euch auch….



Montag, 6. Januar 2014

Sei willkommen, neues Jahr!

In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal mein Augenmerk bewußt auf die Rauhnächte gelegt, die 12 Tage und Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag.
Da ich außer einigem an Aberglauben (z.B. auf keinen Fall Wäsche waschen..) noch nicht viel über die alten Bräuche und die Bedeutung dieser magischen Zeit wusste, habe ich mir zur Unterstützung ein Buch gekauft:


Für mich war das vergangene Jahr ein Jahr voller tiefgreifender Veränderungen und es war mir wichtig, einen guten, ruhigen Abschluss zu finden, mich auf Kommendes einzustimmen und für Neues zu öffnen.
Es war wohltuend, sich täglich in einer ruhigen Stunde mit dem Buch zu beschäftigen. Jedem Tag war ein einzelnes Kapitel mit Erklärungen zu alten Bräuchen gewidmet. Meditationen (die mich sehr stark an die Praxis der Achtsamkeit erinnerten) und jeweils ein Märchen rundeten den Tag ab. Die Märchen sind besondere - sie beschäftigen sich mit düsteren Gestalten, seltsamen Tieren, die in der Rauhnachtszeit die Gabe haben, zu sprechen …. Mystik pur. Eine wunderschöne, anrührende  Phantasiereise war auch dabei.

Märchen liebe ich seit Kindertagen. Ich habe mich als Kind förmlich von Märchen "ernährt", die Bücherregale in unserer kleinen Bibliothek hin und her gelesen. Ich besitze noch heute so viele (eigene) Märchenbücher, dass ich 5 Jahre lang jeden Abend ein anderes Märchen vorlesen könnte.

Märchen und Mythen sind eine wichtige Quelle für unsere Entwicklung, sie beginnen meistens mit problematischen Situationen (Hänsel und Gretel…) und zeigen dann kreative, märchenhafte Wege zu deren Lösung auf. Märchen haben einen hohen Symbolgehalt, und jeder hat seine eigene Anschauung für deren Deutung … Märchen sind praktisch ein frühes Medium, um zu erfahren, dass es normal ist, auch mal Probleme zu haben … zuzuschauen, wie es anderen damit ergeht und wie sie zu einer Lösung gelangen, bzw. eigene Lösungen zu entwickeln.

Ich habe als kleines Mädchen versucht, die Illustrationen in meinen Märchenbüchern selbst zu zeichnen  oder nachzuzeichnen und hatte sogar meine erste "Ausstellung" in der Grundschule damit… was liegt näher, als folgende Gelegenheit beim Schopfe zu packen :


Ich habe seit einiger Zeit ein Buch von Carla, weil mich ihre Art, zu zeichnen und ihre unbändige Kreativität faszinieren. 
Ich belege einen Jahres-Online-Kurs bei Carla Sontheim und werde, genau wie bei den vergangenen Mail-Art-Aktionen des letzten Jahres, Gelegenheit zu neuen Kontakten haben, andere Interpretationen des gleichen Themas erleben dürfen, mich inspirieren lassen und - nicht zuletzt- durch einen Zeitplan an die Gestaltung unterschiedlichster Märchenaspekte gehalten sein…. vielleicht begegnet mir bei dieser Gelegenheit auch die "kleine Meerjungfrau".
Ich freue mich sehr darauf… ich weiß, dass mich Kreativität und Austausch in schwierigen und auch weniger schwierigen Zeiten nähren.

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares und kreatives Jahr!